80.
Die Feldküche.

Jüngst sind alle mögliche Leute aufgetreten, von denen jeder „der allein echte“ Erfinder der transportablen Feldküche sein wollte. Daß man tragbare Feldküchen schon vor Jahrhunderten kannte, zeigt unser Bild. Das Tragtier sollte auf jeder Seite eine Holzkiste tragen, in die ein metallener Kasten eingesetzt war. Auf einem Rost kochten in dem Kasten die Speisen während des Marsches. Der Holzkasten schützte vor Wärmeverlusten.

Feldküche. Ausschnitt aus einem
Kupferstich von etwa 1595.

Im Jahre 1798 wurde eine auf Rädern mitgeführte Feldküche bekannt gemacht, die das Essen für 1200 Mann während des Marsches kochte. In Bayern führte man 1806 fahrbare Feldküchen für 1000 Mann versuchsweise ein, und im Jahre 1869 bemühte sich ein Breslauer Erfinder, eine gleiche Feldküche an den Staat zu verkaufen.


81.
Der Bleistift des Reitersmannes.

Der Krieg versteht es immer sich die neuesten Neuheiten zu Nutzen zu machen, und ihnen so eine Verbreitung zu verschaffen, die sie bei der Gleichgültigkeit des Volkes sonst vielleicht nie, oder erst recht spät erreichen würde.

Zum Beispiel: Als die Gelehrten vor genau 250 Jahren dünn gesägte Graphitstäbe beschrieben, die man in eine gedrechselte Holzhülse einfaßte, so wie wir es in unserer Abbildung sehen, blieben diese Schreibstifte ein Kuriosum.