Deutsches Bajonett, um 1640.
Wir wissen auch nicht, wo das Bajonett bei uns aufgekommen ist. Daß seine Einführung oder gar Erfindung ums Jahr 1643 in der französischen Stadt Bayonne geschah, läßt sich durch nichts beweisen. Die ältesten erhaltenen Bajonette besitzt das Zeughaus der Burg Schwarzburg an der Schwarza. Die Länge der Messer schwankt zwischen 22 und 32 cm. Ein eiserner Ring hält die oben abgebildete Waffe über dem Gewehrlauf fest. Diese Bajonette stammen mindestens aus der Zeit, in der sie in Bayonne erfunden sein sollen.
Sicher bekannt ist nur, daß die Franzosen das Bajonett bei ihren Kämpfen in den Niederlanden im Jahre 1647 benutzten und dadurch die Waffe bekannt wurde.
92.
Not macht erfinderisch.
Als der Hohentwiel, die herrliche Burg im Hegau, 1641 lange belagert wurde, kamen die Belagerten auf den Einfall, sich eine Maschine zu erbauen, die bei jedem Wind gehen mußte. Wir erkennen deutlich rechts neben der Windmühle das riesige, dicht auf einem Turm liegende Rad dieser Windturbine, deren Kraft den Belagerten das Wasser pumpen und Getreide mahlen konnte.
Windmühle und große Windturbine auf dem Hohentwiel,
um 1641.