Vorratslösung I.
| Abgekochtes Wasser | 10 | Liter |
| Salpetersaures Uran | 100 | gr |
Vorratslösung II.
| Abgekochtes Wasser | 10 | Liter |
| Rotes Blutlaugensalz | 100 | gr |
Zum Gebrauch mischt man 5 Teile Lösung I mit 1 Teil Eisessig und 5 Teilen Lösung II. Bei diesem Bad muß man darauf achten, fleckige Tonung zu vermeiden, was bei einiger Übung leicht erreicht wird.
Ein Grüntonbad stellt man her, indem man Blaueisenbad und Urantonbad zu gleichen Teilen mischt oder auf 1 Teil des ersteren zwei Teile des letzteren gibt. Besser noch ist es, die Bäder nacheinander anzuwenden, den Film also zuerst blau zu tonen und darauf im Urantonbad zu behandeln. Zu langes Auswaschen ist zu vermeiden, weil sonst das Grün in Blau ausbleicht; dies geschieht übrigens auch, und zwar im Laufe mehrerer Tage, wenn der Film dem Licht ausgesetzt ist.
Das für rote Töne bestimmte Kupfertonbad erfordert drei Vorratslösungen, die man folgendermaßen zusammensetzt:
| Lösung I. | |
| Abgekochtes Wasser | 10 Liter |
| Rotes Blutlaugensalz | 500 gr |
| Lösung II. | |
| Abgekochtes Wasser | 10 Liter |
| Kupfervitriol | 500 gr |
| Lösung III. | |
| Abgekochtes Wasser | 10 Liter |
| Pottasche | 250 gr |
| Zitronensäure | 250 gr |
Zum Gebrauch gibt man auf 8 Teile der Lösung III 1 Teil Lösung II und dann 1 Teil Lösung I. Die Mischung muß in der angegebenen Reihenfolge geschehen; beim Zugießen rühre man um. Das Tonen dauert hier länger: 5 bis 30 Minuten; die Farbe geht dabei von Schwarzrot in ein reines Rot über. Die Verwendung des Bades verlangt große Aufmerksamkeit, da leicht Schleier entstehen; außerdem wird hierbei die Gelatine weich, man muß deshalb darauf achten, daß die Schicht sich nicht kräuselt oder verkratzt wird.