Fig. 49.

Fig. 50.

Fig. 51. Doppelgehäuse.

Der rasche Übergang von der einen zur anderen Projektionsart läßt sich auch mit Hilfe der Vertikaleinrichtung des Liesegang'schen Universal-Projektionsapparates bewirken, deren Konstruktion aus [Fig. 52] hervorgeht. Man sieht da vor dem Apparatgehäuse den sogen. Vertikalkasten. Die Linsen des Kondensors sind getrennt, und zwar sitzt die vordere Linse vorne am Vertikalkasten, während der andere, aus ein oder zwei Linsen bestehende Teil des Kondensors im Gehäuse des Apparates untergebracht ist. Eine weitere Kondensierungslinse befindet sich in der Decke des Vertikalkastens. Im Kasten selbst ist ein drehbarer, in zwei Stellungen fixierbarer Spiegel, und oben, zentrisch über der Linse, ein Projektionsobjektiv mit darauf gestecktem Spiegel. Ist der innere Spiegel hochgeklappt, so gehen die aus dem Gehäuse kommenden parallelen Strahlen ungehindert durch den Kasten hindurch, treffen die vordere Kondensierungslinse und werden von ihr, wie bei der gewöhnlichen Projektion, in einem Kegel nach vorn geworfen. Der einzige Unterschied gegen die sonstige Anordnung besteht darin, daß die Linsen des Kondensors weit auseinander stehen, was die Wirkung nicht wesentlich beeinflußt. Klappt man nun den Spiegel herunter in die Stellung, wie sie die Abbildung zeigt, so werden die Lichtstrahlen gegen die oben im Kasten befindliche Linse reflektiert, von dieser in das Objektiv darüber gelenkt und endlich vom zweiten Spiegel auf die Projektionswand geleitet. Dadurch wird von einem Gegenstande, den man auf die Linse legt, ein vergrößertes Lichtbild zur Darstellung gebracht.