| Ampères | 3 | 4 | 6 | 8 | 10 |
| Lichtstärke ca. | 270 | 370 | 600 | 850 | 1100 |
| Ampères | 12 | 15 | 20 | 25 | 30 |
| Lichtstärke ca. | 1400 | 2000 | 5000 | 10000 | 15000 |
Aus dieser Tabelle kann man allerdings nicht ablesen, welche Ampèrezahl nun erforderlich ist, wenn es beispielsweise gilt, ein 3 Meter großes Lichtbild in einem 15 Meter langen Raum zu werfen. Da muß man schon die praktische Erfahrung reden lassen und die sagt folgendes. Angenommen, daß der Apparat an dem einen Ende des Saales steht und die Bilder über die Zuschauer hinweg zur andern Seite wirft und das Lichtbild in einer dem Räume entsprechenden Größe gehalten wird, muß man pro Meter Distanz mit je anderthalb Ampère Stromstärke rechnen; bei 20 Meter Entfernung kämen also z. B. 30 Ampères heraus. Diese Regel soll natürlich nur einen ungefähren Anhalt bieten; sie gilt ferner nur für Gleichstrom. Bei Wechselstrom, wo die Lichtausnutzung ja wesentlich schlechter ist, muß man eine mindestens um die Hälfte größere Ampèrezahl nehmen.
Die Kohlenstifte.
Über die Kohlenstifte ist folgendes zu bemerken. Um ein schönes, ruhiges Licht zu erzielen, muß man vor allem gutes oder lieber das beste Kohlenmaterial verwenden. Da ist es falsch, einige Pfennige zu sparen und eine billigere Sorte zu kaufen. Minderwertige Kohlen schlacken, machen durch ihre Verunreinigungen den Bogen unruhig und geben ein flackerndes Licht. Gute Kohlen haben einen metallischen Klang und sind ökonomisch, indem sie bei mäßigem Abbrand eine gute Lichtausbeute geben.
Wie oben bereits ausgeführt, kommen bei Gleichstrom zwei Kohlenstifte verschiedener Art und verschiedener Stärke zur Verwendung, und zwar benutzt man für die positive Seite eine Dochtkohle und für die negative eine Homogenkohle, welch' letztere 2/3 so dick wie die Dochtkohle ist. Bei Wechselstrom braucht man oben und unten gleich dicke Dochtkohlen.
Die Dicke der Kohlenstifte richtet sich nach der Stromstärke; für Projektionszwecke habe ich die folgenden Abmessungen als zweckmäßig befunden:
| Stromstärke in Ampères | für Gleichstrom positive Dochtkohle | negative Homogenkohle | für Wechselstrom beide Dochtkohlen | |||
| 5 | 9 | mm | 6 | mm | 9 | mm |
| 10 | 12 | „ | 8 | „ | 12 | „ |
| 15 | 15 | „ | 10 | „ | 15 | „ |
| 20 | 18 | „ | 12 | „ | 18 | „ |
| 30 | 21 | „ | 14 | „ | 21 | „ |
| 40 | 24 | „ | 16 | „ | 24 | „ |
| 50 | 27 | „ | 18 | „ | 27 | „ |
| 60 | 30 | „ | 20 | „ | 30 | „ |
Dünnere Kohlenstifte liefern erfahrungsgemäß ein helleres Licht, aber sie brennen rascher ab; bei zu geringem Durchmesser brennen sie unruhig und zischen. Das Material spielt dabei eine große Rolle. Weiche Kohlen, welche mehr Ruß enthalten, geben mehr Licht und brennen schneller ab als die harten, mehr Graphit enthaltenden Sorten.
Bei der in [Fig. 81] dargestellten Bogenlampenform mit wagerecht angeordneter Oberkohle empfiehlt es sich, Kohlenstifte von geringerem Durchmesser zu benutzen, z. B. für 20 Ampères 15 mm Dochtkohlen und 10 mm Homogenkohlen, bei 25 bis 30 Ampères 18 mm Dochtkohlen und 12 mm Homogenkohlen. Nimmt man Dochtkohlen mit Metalldocht, so kann die Stärke noch etwas geringer sein.