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| Der Lichtbilderapparat und seine Wirkungsweise | [5] | ||
| Die allgemeine Anordnung ([5]). — Der Kondensor ([7]). — Das Objektiv ([8]). — Zusammenarbeiten von Kondensor und Objektiv ([10]). — Einfluß der Lichtquelle ([11]). — Ausführungsformen des Lichtbilderapparats ([13]). — | | ||
| Die Lichtquellen | [15] | ||
| Das elektrische Bogenlicht | [16] | ||
| Spannung und Stromstärke ([16]). — Gleichstrom und Wechselstrom ([17]). — Bogenlampe und Widerstand ([17]). — Transformator und Umformer ([18]). — Ausführungsformen der Bogenlampe ([19]). — Die Kohlenstifte ([20]). — Zuleitung und Sicherung ([21]). — Kleine und starke Bogenlichteinrichtung ([22]). — Handhabung der Bogenlampe ([24]). — | |||
| Das elektrische Glühlicht | [26] | ||
| Das Kalklicht | [26] | ||
| Wirkungsweise des Kalklichtes ([26]). — Ersatz für Leuchtgas ([27]). — Die Kalklichteinrichtung ([27]). — Handhabung des Kalklichtes ([28]). — | |||
| Das Azetylenlicht | [31] | ||
| Spiritus- und Gasglühlicht, Petroleumlicht | [33] | ||
| Zubehör zum Lichtbilderapparat | [34] | ||
| Der Bildhalter ([34]). — Der Projektionsschirm ([34]). — Das Stativ ([36]). — Leselampe und Signal ([36]). — | | ||
| Anschaffungs- und Betriebskosten des Lichtbilderapparats | [36] | ||
| Die Glasbilder und deren Aufbewahrung | [39] | ||
| Aufstellung und Handhabung des Lichtbilderapparats | [40] | ||
| Die episkopische Projektion (Projektion undurchsichtiger Gegenstände) | [43] | ||
| Wissenschaftliche und mikroskopische Projektion | [45] | ||
| Der Lichtbilderapparat als Scheinwerfer | [46] | ||
| Der Lichtbilderapparat als photographischer Vergrößerungsapparat | [46] | ||
| Die Darstellung lebender Lichtbilder (kinematographische Projektion) | [48] | ||
| Wirkungsweise des Kinematographen ([48]). — Das Flimmern und Mittel zur Abhilfe ([51]). — Die Konstruktion des Transportmechanismus ([52]). — Die Vervollständigung des Kinematographmechanismus ([54]). — Feuerschutzeinrichtungen ([57]). — Verbindung von Lichtbilderapparat und Kinematograph ([58]). — Das Kinematographenobjektiv ([58]). — Das Stativ ([59]). — Die Umrollvorrichtung ([61]). — | | ||
| Handhabung des Kinematographen | [61] | ||
| Behandlung und Pflege des Filmbandes | [63] | ||
| Fehlerhafte Erscheinungen beim Arbeiten mit dem Kinematograph | [65] | ||
| Blaue Flecken oder gelbrote Ränder im Bildfelde ([65]). — Verschwommene Lichtbilder ([65]). — Ziehen des Bildes ([65]). — Vibrieren oder Tanzen des Bildes ([66]). — Zerreißen des Filmbandes oder Ausreißen der Perforation ([66]). — | | ||
| Das kinematographische Aufnahmeverfahren | [66] | ||
| Die Herstellung der Trickfilme | [68] | ||
| Die wissenschaftliche Kinematographie | [70] | ||
| Sachregister | [72] | ||
[Der Lichtbilderapparat und seine Wirkungsweise]
Die allgemeine Anordnung
Der Lichtbilderapparat ist nichts anderes als eine vervollkommnete Form der Laterna magica wie wir sie aus der Kinderstube kennen.
Fig. 1. Laterna magica.
Fig. [1] zeigt schematisch die Anordnung und läßt die wesentlichen Bestandteile erkennen: das Gehäuse mit der Lichtquelle, hier einer Petroleumlampe; die Sammellinse C in der Vorderwand des Gehäuses; davor die Bildbühne B, in welche die Glasbilder eingesetzt werden und weiter vorne, mit dem Gehäuse durch ein ausziehbares Rohr verbunden, eine zweite Sammellinse O. Die Linse C, welche man Kondensor nennt, hat die Aufgabe, die Lichtstrahlen zu sammeln und in einem Kegel durch das davorstehende Glasbild zu werfen. Die Linse O anderseits, die man als Objektiv bezeichnet, soll diesen Strahlenkegel aufnehmen und derart geordnet auf die Wand leiten, daß dort ein vergrößertes, scharfes Lichtbild entsteht. Die Eigenschaften, welche die einzelnen Bestandteile des Apparats besitzen müssen, lassen sich hieraus direkt ableiten: das Objektiv O muß zunächst solcher Konstruktion sein, daß es eine scharfe Vergrößerung des Glasbildes entwirft, ferner muß es so groß im Durchmesser sein oder, wie man sagt, eine so große »Öffnung« haben, daß alle vom Kondensor kommenden Strahlen aufgefangen werden. Der Kondensor C soll möglichst viele Strahlen der Lichtquelle aufnehmen, er soll das davorstehende Glasbild gleichmäßig beleuchten und die Strahlen in einem spitzen Kegel so nach vorne schicken, daß sie glatt ins Objektiv gelangen. Die Lichtquelle muß kräftig sein, denn von ihrer Intensität hängt die Helligkeit des Lichtbildes direkt ab; dabei soll die leuchtende Fläche eine geringe Ausdehnung haben, weil der Kondensor nur dann die Strahlen in einem hinreichend spitzen Winkel nach vorne werfen kann. Hat die Lichtquelle nämlich eine zu große Ausdehnung, so werden die Strahlen in Form eines breiten Büschels nach vorne geworfen, und das Objektiv kann dann nur einen Teil davon auffassen. Der Apparat muß naturgemäß derart gebaut sein, daß die beiden Linsensysteme in richtiger Stellung zueinander angeordnet (»zentriert«) sind; er muß stabil sein und genügend Platz für die Lichtquelle sowie für die Glasbilder bieten. Das Glasbild (um auch dies hinzuzunehmen) soll klar sein in den Lichtern, kräftig in den Umrissen und reich an Details, und die Projektionswand endlich muß eine ebene, weiße Fläche bieten, die das darauf geworfene Licht gehörig reflektiert.