besteht zunächst aus einem flachen, rechteckigen Petroleumbehälter. Er fasst soviel Petroleum, als für ein Paar Stunden ausreichend ist. Das Petroleum wird eingegossen durch einen Hals, dessen Oeffnung sich durch eine Schraube schliessen lässt. Mitten auf dem Behälter sind nebeneinander die Dochtführungen — 3 bis 5 an der Zahl — angebracht, welche die 4 oder 5 cm breiten Dochte fassen. Die Führungen sind nach oben hin etwas gegeneinander geneigt, sodass die Flammen gegeneinander geleitet werden. Das Höher- und Tieferdrehen der Dochte geschieht mit Hülfe von Schrauben an der Rückseite der Lampe. Der Zwischenraum zwischen den Dochten ist geschlossen durch ein Blech, welches vielfach durchbohrt ist, um Luft zutreten zu lassen.

Die Flammenkammer oder der Brennerkasten wird gebildet durch einen Stahlblechcylinder; er ist unten am Petroleumbehälter mittelst eines Charniers befestigt und lässt sich nach der Seite umklappen. Vorne und hinten ist die Flammenkammer durch eine Glasscheibe geschlossen; dieselben verhindern den Luftzutritt von der Seite. Die Gläser dürfen nicht fehlen, da sonst die Flamme schwalkt. Ausserdem dient die vordere Glasscheibe zum Schutze des Condensors — um denselben nämlich vor zu starker Erhitzung und damit vor dem Zerspringen zu bewahren.

Hinter der Glasscheibe an der Rückseite befindet sich ein Reflector, der die Wirkung des Lichtes verstärken soll. In der Mitte desselben ist ein kleines Fenster mit einem gefärbten Glase angebracht, wodurch man jederzeit das Licht beobachten kann, ohne die Augen anzustrengen.

In der Flammenkammer befindet sich eine Kappe, welche über die Dochte gestülpt wird; sie hat in der Mitte eine längliche Oeffnung, durch welche die flachen Flammen herausbrennen. Die Vorrichtung hat den Zweck, die äusseren Flammen gegen die mittleren zu leiten: die Flammen, welche von unten her (aber auch bloss von dort her) in ausgiebiger Weise mit Luft gespeist werden, einzuschnüren und so die Intensität des Lichtes auf einen möglichst kleinen Raum zu vereinen.

Auf die Flammenkammer wird ein Schornstein aufgesetzt, welcher für gehörigen Luftzug sorgt; er besteht aus zwei Theilen, welche ineinander gleiten. Je weiter sie auseinander gezogen werden, umsomehr Zug hat die Flamme. Oben auf dem Schornstein befindet sich ein Deckel, welcher die Lichtstrahlen absperrt, ohne jedoch dem Luftzug Eintrag zu thun.

Die Sciopticonlampe wird von hinten her in den Apparat eingeschoben; sie hat unten, rechts und links, eine schmale Blechleiste, welche in einer entsprechenden Führung am Boden des Sciopticons läuft. Dadurch ist der Lampe genügender Halt gegeben.

Die Behandlung der Sciopticonlampe

ist zwar sehr einfach, erfordert aber immerhin einige Sorgfalt. Vor allem verwende man nur gutes Petroleum. Man begnüge sich nicht damit, solches im Laden zu verlangen, sondern überzeuge sich auch davon. Gereinigtes Petroleum ist durchsichtig und farblos, im reflectirten Licht hat es einen bläulichen Stich.

Beim Eingiessen achte man darauf, dass nichts überschüttet wird; man thut gut, einen Trichter zu benutzen. Nach dem Füllen wird der Deckel fest aufgeschraubt und die Lampe mit einem trockenen Lappen sorgsam rein geputzt. Falls dies unterbleibt, so darf man sich nicht wundern, wenn sich während der Vorstellung ein unangenehmer Geruch bemerkbar macht: die Lampe wird allmählich heiss, und wenn sich irgendwo etwas Petroleum angesetzt hat — sollte es auch nur sehr wenig sein —, so wird dasselbe verflüchtigt.