Das Gesicht Seebärs zeigte eine Farbe, grauer als Asche, sein Schritt hatte die zögernde Erschöpfung der Herzkranken.

Es war öfters dazu gekommen, daß ich dem Taubstummen durch kleine Dienste und Handreichungen hatte behilflich sein können. Nun, wenn wir uns nachts auf der Treppe trafen, reichten wir einander die Hände, und es hatte sich die Gewohnheit ausgebildet, daß Seebär in mein Zimmer trat, Platz nahm und wir uns eine halbe Stunde noch schweigend gegenübersaßen.

Manchmal holte ich einen Likör heraus, und wir tranken als einzige Unterhaltung einander ernsthaft zu.

Eines Nachts zog Seebär einen Schreibblock aus der Tasche und schrieb auf einen Zettel, den er mir reichte, mit kalligraphisch kontorgeübten Zügen diese Worte:

„Ich sehe, daß es Ihnen nicht sehr gut geht.“ Ich schrieb nur ein Wort zurück:

„Ja!“

Er: „Wollen Sie glücklicher werden?“

Ich: „Ja!“