Aber dich kenne ich schon!

Sieht man dich einmal, so geht es ohne Anstand nicht ab. Weißt du — dich möchte ich unter meinen Leuten nicht haben, Gott bewahre! — Aber stündest du unter meinem Kommando, so könnte dir der Teufel gratulieren! Ich wollte dich aufmischen, mein Lieber!“

Er sah auf die Uhr.

„Wo steckst du, was treibst du?

Jetzt ist es erst halb fünf. Bist du schon dienstfrei, gibt’s keinen Kurs, hast du das Recht, zu flanieren? Wenn ich das zweitemal auf Unregelmäßigkeiten komme — du — mit mir wage nicht zu spaßen! Hörst du? Ich verlange soldatische Haltung, soldatische Pflichterfüllung von dir! Und, was ich sonst noch zu sagen habe — — — na, merk’ dir’s! Servus!“

Er fuhr mit gebogenem Zeigefinger halb gegen die Kappe, ließ mich stehen — und, — Satan — ich salutierte betreten und stramm.

„Ihm nach, ihm nach,“ — es riß mit mir, als ich zu Bewußtsein kam, — „und in den Straßendreck mit dir! Mörder, Seelenverkäufer, Menschenschinder, ungebildeter Frechling, roher Schwachkopf!“

Ich stand wie auf einem schwankenden Segelboot. Doch plötzlich fiel mir Sinaïda ein. Kränkung und Wonne gaben einige erleichternde Tränen her. Ich hörte mich murmeln: „Es kommt der Tag!“

Allabendlich, knapp nach dem Dunkelwerden, pilgerte ich zu meinen neuen Freunden.