85. Der alte Räuberhauptmann.
(Der Ergänzungssatz umschreibt eine Zeitwort in abhängiger Form.)
Ein alter Räuberhauptmann fürchtete, daß er sein Leben noch auf dem Schaffote enden werde. Er wünschte daher, daß er bald sterben möge. Er verlangte sogar, daß man ihm Gift beibringe.
Seine Leute verneinten indeß, daß sie ihm in diesem Falle gehorchen müßten. Der alte Sünder hoffte nun von Tag zu Tag, daß er erkranken möchte.
Eines Abends glaubte er auch wirklich, daß sein Körper fiebere. Er bildete sich sogar ein, daß er bereits phantasire. Er wähnte, daß er merklich ermatte. Aber er begehrte nicht, daß man ihm etwas Stärkendes zu trinken gebe. Er vermied sogar mit allem Ernste, daß er in einen Schlaf verfalle. Die Krankheit war indeß nicht zum Tode. Seine Natur nöthigte ihn, daß er genesen mußte. Der Himmel zwang ihn, daß er noch am Leben bleibe.
86. An der Indianergrenze.
(Der Ergänzungssatz in unbestimmter Redeweise.)
Ein Farmer erfuhr, daß ein Haufen räuberischer Indianer im Anzuge sei. Sein Nachbar versicherte, daß er schon einige in der Nähe gesehen habe. Ein Kuhhirte wollte sogar wissen, daß die Räuber gegen fünfzig Mann stark wären. Ein zufällig dazukommender Reisender behauptete wieder, daß es die Indianer auf eine ganz andere Gegend abgesehen hätten.
Man einigte sich indeß, daß man in jedem Falle Vertheidigungsmaßregeln ergreifen müsse. Es wurde daher beschlossen, daß sich jeder Anwohner bewaffne. Zu gleicher Zeit aber wurde auch befohlen, daß keiner unnöthiger Weise von der Waffe Gebrauch machen solle. Ebenso wurde angeordnet, daß Niemand vorläufig seine Behausung verlassen dürfe. Namentlich empfahl der Fremde, daß ein Angriff erst abgewartet werde.
Zum Glück konnte bald darauf ein Abgesandter berichten, daß der Indianerschwarm jedenfalls vorüberziehe. Er wollte sich überzeugt haben, daß die Horde auf das nächste kleine Städtchen zusteuere. Man glaubte indeß, daß man trotzdem immer noch auf der Hut sein müsse.