Arthur und Emilie gingen an einem Waldrande spazieren. „Ei!“ rief Arthur plötzlich aus, indem er sich bückte, „ein Graspferd! ein Graspferd!“

Pfui!“ erwiderte Emilie, „das häßliche Thier!“

Ei, ei! Emilie“, tadelte Arthur, „so darf man nicht sagen. O, auch die Graspferde sind schön in ihrer Art. Hopp! hopp! Sieh nur, was es für große Sätze machen kann! O weh! Jetzt hüpfte es in einen Wassergraben! Ach, das arme Thier! Es wird ertrinken müssen! Ist es mir doch, als riefe es mir zu Hilfe! Hilfe! — Ha! ich muß sein Retter werden!“

Arthur langte in den Graben hinab und packte das Thier an. In demselben Augenblicke aber schrie er auch: „Au! au!“ und ließ es auf die Erde fallen.

„Was schreist Du denn so?“ fragte Emilie schnell.

„Abscheulich!“ versetzte Arthur. „Das Heupferd hat mich in den Finger gezwickt.“

„Hahaha!“ lachte da Emilie hell auf. „Aetsch! Nun hast Du doch etwas von Deinem allerliebsten Thierchen!“

„Ssssst! Schwesterchen“, entgegnete Arthur, mit dem Finger drohend, „nicht schadenfroh sein!“

Beide Geschwister gingen jetzt weiter. Bald darauf vernahmen sie hinter sich her die Rufe: „Heda! Bst! Bst!“ Als sie sich umsahen, erblickten sie vier bekannte Knaben, die an dem Spaziergange theilnehmen wollten.

„Hurrah!“ rief Arthur begeistert aus, „nun wird es hübsch! Jetzt können wir Soldaten spielen.“