Endlich zeigte Jemand dem Herrn das ungebührliche Verhalten jener Diener an. Der Herr dankte diesem für diese Mittheilung. Gleich darauf besprach er sich mit dem Alten. Michel bewahrte sich dabei vor jeder Anklage.
Ueber diese Biederkeit freute sich der Herr abermals. Jene Diener aber erhielten von ihm harte Strafe. Er entließ sie ihrer Stellung.
108. Eine Jubelfeier.
(Wiederholung. Subjecte, Prädikate, Ergänzungen erweitert.)
Der allgütige Vater aller Menschenkinder ließ den ehrwürdigen Pfarrer des großen Fabrikdorfes W. an der gebirgigen Grenze des böhmischen Landes den schönen Tag seines fünfzigjährigen Amtsantrittes erleben.
Die sämmtlichen Einwohner des belebten Ortes zollten dem greisen Hirten ihrer Seelen die aufrichtigste Theilnahme ihrer biederen Herzen.
Selbst die verschiedenen Kreise der wohlgesitteten Schuljugend bezeugten dem freundlichen Inspector ihrer geliebten Bildungsstätte den ungeheucheltsten Antheil an seinem seltenen Glücke.
Die wohlhabenden Bewohner des umfangreichen Kirchspiels hatten es sich bedeutende Opfer an baarem Gelde kosten lassen.
Die heutige Feier eines so bedeutungsvollen Festes sollte auf die gesammte Einwohnerschaft einen bleibenden Eindruck machen. Das gutgeschulte Musikchor des bevölkerten Ortes brachte dem frohbewegten Jubelgreise eine erhebende Morgenmusik nach Compositionen alter Meister.
Auch die weithallenden Glocken des fahnengeschmückten Thurmes sendeten dem gottbegnadigten Priester der ehrsamen Gemeinde die jubelnden Grüße ihrer ehernen Zungen.