Ja, die Ollsche schien wirklich Angst zu haben, doch bald konnten wir sie von dieser Angst befreien, sobald wir den Segler hinter uns zurückließen, der gleich darauf an sein Rettungswerk ging, während wir in Ruhe unseren Rückmarsch fortsetzten.

Von unserer an Ereignissen noch recht reichen Rückfahrt kann ich jedoch vorläufig nichts weiter erzählen.

Nur eins möchte ich zur Beruhigung noch mitteilen, nämlich, daß wir wieder einmal nach französischen Zeitungsnachrichten durch ein tapferes Geschwader von sechs Fischdampfern im Kanale vernichtet worden waren, worauf wir dann jedoch trotzdem am nächsten Tage wohlbehalten im Hafen von Ostende eintreffen konnten.

Freudig wurden wir hier wiederum von vielen Kameraden der Armee und des Marinekorps empfangen. Frohen Herzens konnten wir dann für einige Ruhetage wieder unser Boot an eroberter deutscher Küste festmachen.

Wer es von unseren Kameraden zu Lande konnte, kam zu uns an Bord, um uns zu beglückwünschen und sich von uns unsere Erlebnisse alles bis ins kleinste erzählen zu lassen.

Mit noch größerem Interesse ließen wir uns aber berichten von den inzwischen wieder errungenen weiteren herrlichen Siegen unserer braven Truppen.

Außer dem Besuche vieler hoher Offiziere von Armee und Marine wurde uns noch eine ganz besondere Ehre dadurch zuteil, daß Seine Königliche Hoheit der Kronprinz Rupprecht von Bayern, unter Führung des Kommandierenden Admirals des Marinekorps, zu einer Besichtigung unseres U-Bootes an Bord erschien, wobei er sich von mir einen eingehenden Bericht über unsere soeben zurückgelegte schöne Fahrt erstatten ließ.

Kommandoturm eines modernen deutschen U-Bootes.