wunschbefriedigt und die Engel sangen dazu:
Der, so sich wider Dein Gebot empört,
Der, so dein Reich im mindesten nur stört,
Dem spalte Partisan' das Aug' inmitten,
Dess Körper sei dem Grimm des Dolchs zu Theil,
Dem sei vom Messer Zunge abgeschnitten,
Dem sei der Hals durchbohret von dem Pfeil.
Als sie zurückgekehrt, hatte Batu Lust, wider die Kelaren und Baschkirden, welche die christliche Religion befolgten, aufzubrechen. Als die Heere des Winters, aus Furcht vor den Dolchen der Neider, das Gesicht abwandten, und die Rosen sich, wie das Glück der Glücklichen, mit hundert offenen Gesichtern zeigten und die Nachtigall mit bestimmtem Schall:
Weisst Du, warum der Lyra Saiten gellend schrein?
Weil ohne dem Gesicht die Ros' nicht Ros' und Wein nicht Wein.
Auf deiner Rosenwange ist das Heer zu schauen,
Weil es darauf sich legt mit herzlichem Vertrauen,
ging der Prinz, der das Glück gefunden.
Hem. Die Welt an seinem Zügel, die Zeit an seinem Bügel.
Hem. Wenn deine Bügel weiter gehn,
Hem. Was Wunder, wenn wir auch nicht stehn!
Er zog, fest wie Schlösser, mit 40,000 Reitern, deren jeder die Stütze eines mächtigen Heeres, in's Feld. Zur Zeit, als die beiden Heere auf einander trafen, trennte sie ein Fluss mit steilen Ufern. Batu sandte seinen Sohn mit einem Tomane Heeres, um über den Fluss zu setzen, und er selbst besetzte einen Hügel und betete demüthig vor der Majestät Gottes, des absoluten Gnadenverleihers, mit einem Herzen, brennend wie die Lampe dessen, der die Nacht durchwacht, und mit einem Hauche, kalt wie der des Morgens. So brachte er die Nacht bis an den Tag hin; am andern Tage, als der einpferdige Chosroes der Welt frohe Nachricht gebracht, und auf dem Degen (Rücken) der Berge das Rad (der Sonne) sichtbar gemacht, reihten sich beide Heere zur Schlacht. Sertak fiel den Feind mit einem Toman stürmend an, und die anderen auf dem Hügel aufgestellten Heere rannten wie ein Gürtel von der Höhe nieder; gleich niederstürzendem Loose, welchem nichts zu wehren im Stande, wandten sie ihr Gesicht gegen das feindliche Lager, und zerstückten mit ihrem Säbel die Zeltstricke wie den Strick der Freundschaft der Verbrecher. Furcht und Schrecken bemächtigten sich der Einwohner von Kelar, die Waldteufeln glichen; die meisten derselben wurden ein Frass des Schwertes und der Hyänen, und so wurde auch dieses Land den Schwesterländern beigesellt. Im Jahre 653, als Mangu Kaan ein Kuriltai hielt, wurde Sertak zum Dienste des himmelhohen Thrones gesandt. Ehe er zurückgekehrt, hatte sich Batu von der Braut der Chanschaft dreimal, d. i. unwiderruflich, geschieden und Sertak, mit Gnaden und Gunstbezeugungen überhäuft, kehrte in die Residenz zurück, und ohne sich lange aufzuhalten, ward er zur Abreise (aus dieser Welt) gezwungen. Vermög des Befehles Mangu Kaan's übernahm Berakdschin Chatun, welche die grösste der Frauen, die Sorge für die Beförderung der Reichsgeschäfte, und erzog hiezu den Ulaghdschi, den Sohn Sertak's; doch auch Ulaghdschi
Hem. endete in kurzer Zeit sein Leben.
Berke Aghul erhielt die chanische Krone, dessen Heere sich zu wiederholtenmalen mit denen Hulagu's schlugen, und als die Chanschaft an Mangu Timur gekommen, war diess der Fall mit den Heeren Abakachan's, wie diess schon oben vorgekommen.