[71] Annal. der Pharm. Bd. XXVI. S. 344.

Cysticoxyd[F72].

Thau-
low*
berechnet
C6N2H12O4S2
Kohlenstoff30,0130,31
Wasserstoff5,104,94
Stickstoff11,0011,70
Sauerstoff28,3846,47
Schwefel25,5126,58

[72] Annal. der Pharm. Bd. XXVII. S. 200.

Das Cystic-Oxyd ist durch seinen Schwefelgehalt ganz besonders ausgezeichnet vor allen anderen in der Harnblase vorkommenden Concretionen. Es läßt sich mit Bestimmtheit darthun, daß der Schwefel in diesem Körper weder im oxydirten Zustande noch in der Form einer Cyanverbindung enthalten ist, und in dieser Beziehung ist die Bemerkung vielleicht nicht ohne Interesse, daß 4 Atome Cystic-Oxyd die Elemente von Harnsäure, Benzoesäure, Schwefelwasserstoff und Wasser enthalten, lauter Substanzen, deren Erzeugbarkeit im Thierorganismus keinem Zweifel unterliegt.

1At.Harnsäure C10N8H8O6
1BenzoesäureC14 H10O3
8Schwefelwasserstoff H16 S8
7Wasser H14O7
1 At. Cysticoxyd=C24N8H48O16S8=4(C6N2H12O4S2)

Ein vortreffliches Mittel, um bei Harnsteinen die Gegenwart des Cysticoxyds darzuthun ist folgendes:

Man lös’t den fraglichen Harnstein in starker Kalilauge auf und setzt einige Tropfen essigsaures Bleioxyd hinzu, nicht mehr als Bleioxyd in Auflösung erhalten werden kann. Beim Kochen dieser Mischung entsteht ein schwarzer Niederschlag von Schwefelblei, der ihr das Ansehen von Dinte giebt. Es entwickelt sich hierbei eine reichliche Menge Ammoniak; die alkalische Flüssigkeit enthält unter anderen Producten Oxalsäure.

[Note 34]. [Seite 139].

Zusammensetzung der Oxalsäure, Oxalursäure und der Parabansäure.