Im Folgenden seien die Itinerare der aus den Tschadseeländern nach dem Meere führenden Karawanenstrassen, welche in jüngster Zeit am häufigsten begangen wurden, wiedergegeben; nämlich:

I. nach Mitteilungen eines Fulbe-Mannes: die Route von Sokoto nach Kano und sodann über Zinder nach Agades, Ghat, Ghadames und Tripolis;

II. nach Mitteilungen eines Pilgers aus Mandara, der seine Mekkafahrt zur Zeit, als die Derwische noch im egyptischen Sudan herrschten, angetreten hat, die Route von Mandara im Süden des Tschadsees über Wadai und Darfur nach Omdurman, Berber, Suakin und Djedda;

III. nach Mitteilungen eines Mudjberi aus Djalo, dessen Vater sich im Lager Rabehs in Dikoa befand: die Route von Benghazi und Djalo über Goru durch Kanem nach dem Süden des Tschadsees;

IV. nach Mitteilungen eines Mannes aus Wadai: Die Route von Benghazi nach Abeschr, der Hauptstadt von Wadai.

V. nach Mitteilungen eines Mannes aus Darfur: die Verbindungslinie von der Hauptstadt von Wadai nach Kuka, der alten Hauptstadt von Bornu.

[92] 40 ist eine der Ziffern, mit welcher die Araber eine grosse Zahl ausdrücken wollen, ohne diese genauer anzugeben.

[93] Zahlreiche Ruinen des muhammedanischen Mittelalters sprechen für die Bedeutung von Siut als Handelsstapelplatz in früheren Jahrhunderten.

I. Von Sokoto über Zinder nach Tripolis.

1. Sokoto; 2. Malamaua; 3. Ghāra; 4. Gaudi; 5. Dambo; 6. Gora; 7. Kaula; 8. Kamaui; 9. Umadau; 10. Wurma; 11. Karōfi; 12. Djaza; 13. Rattā; 14. Kameï; 15. Dumbulum; 16. Jōfa; 17. Bagueï; 18. Kăno; 19. Daumfami; 20. Garungodinja; 21. Djigāmā Āba; 22. Bābūră; 23. Djingāz; 24. Gusāu; 25. Schanschandi; 26. Zinder; 27. Sangīlō; 28. Waufī; 29. Kojāubaua; 30. Damargu; 31. Fāuārī; 32. Dogŏndāzi; 33. Bōdŭnga; 34. Egĭdo; 35. Tumba; 36. Tīgără; 37. Nogarāua; 38. Āgădes; 39. Ghat; 40. Ghadāmes; 41. Tripolis.