Das Land ist wieder ganz weg; wir waren ihm aber so nahe, daß wir die Brandung am Strand sehen konnten. Wir gehen unter Deck.

Als ich später am Abend wieder auf Deck kam, konnte ich einen Augenblick die Bergkuppe schärfer und dunkler sehen als zuvor. Nun gewahrte ich auch ganz deutlich eine Landzunge weiter im Süden. Aber dort, was war das? Dort vor der Landzunge? Eine Klippe, die aus der See aufragt, und daneben noch ein niedrigerer Stein?

Das muß die Klippe an der Südostspitze des Landes sein. Ich rufe den Kapitän. Er sieht sie auch, bald ganz deutlich, bald wieder draußen im Nebel.

Kurz zuvor hatte der Steuermann einen Blick tun können auf den Beerenberg selbst, oben im Nebelmeer, aber der Berg war sofort wieder verschwunden.

Lange bleibe ich stehen und schaue. Alles ist wieder verschwunden. Nun aber kommt ein Riß in den Nebel und siehe, jetzt wird die Spitze wieder sichtbar und die Klippe davor mit einem Spalt in der Mitte und ein kleinerer Fels südlich davon.

Nun ist kein Irrtum mehr möglich, und langsam dampfen wir nach Süden, um südlich um die Insel herum auf die Ostseite zu kommen, wo im Schutz des Landes gewiß klareres Wetter sein muß, denn der Wind kommt von Westen.

8. August 1900.

In der stillen grauhellen Nebelnacht fuhren wir langsam um die Südspitze der Insel. Als wir weiter nach Osten kamen, wurde das Wetter soweit klar, daß wir die grüngelben Abhänge des Berges oben in den Senken zwischen den Gipfeln und Kratern auf dem Rücken des Landes sehen konnten. Darunter waren die jähen Lavawände, die von Nebelschwaden umgeben schwarz ins Meer abfielen.

Die Vorsprünge der Ostseite der Insel nach Norden zu traten nach und nach mehr hervor. Der Bautastein, der dort vor der schroffen Lavalandzunge aus der See aufragt, muß die „Leuchtturmklippe“ sein. Wir spähen immer weiter hinaus, aber nordwärts wird kein Land mehr sichtbar.

Im Lee der Insel, auf der Ostseite, ist die See ganz glatt geworden, und wie zu erwarten, ist das Wetter hier klarer.