Hjort war auch herausgekommen; stumm standen wir unter dem Nebeldach auf der Brücke und schauten in diese fremde Welt hinein. Die Eierinsel und die Lavalandzunge im Norden traten allmählich deutlich hervor. Das mußte die „Lotsenbootklippe“ sein, der schwarze Fels, der wie ein Segelschiff dort auf Backbordbug aus der See aufragte. Und dort weiter nördlich ist die Bucht, in die wir hinein wollen.

Aber schau, nun zerstreut sich der Nebel! Er bekommt Risse, und aus den Nebelmassen tritt höher und immer höher der Beerenberg mit weißblauen Gletschern und schwarzer Lava dazwischen hervor; es ist, als ob er sich auf uns herniederwälzte.

„Da, sehen Sie, Kapitän!“ Eine Weile sieht der Kapitän hin, ohne ein Wort zu äußern, dann zuckt er die Achseln und sagt:

„Uff, ist das unheimlich! Es ist, als ob sich ein Ungeheuer auf einen herabwälzte.“

Ja, hier ist Trollebotten, das Land der Reifriesen der norwegischen Mythen. Etwas Derartiges habe ich wenigstens nirgends gesehen. Diese weißen Gletscher mit blaugrauem Eis dazwischen, die unter dem Nebeldach leuchten und sich nach allen Seiten unmittelbar ins Meer wälzen, hier und da mit schwarzen Basaltwänden darunter,

„Die düstere Welt, wo keine Sonne scheint.“

Wir fuhren in die Bucht hinein. Angelleinen wurden ausgelegt, und am hellen Morgen gingen wir schlafen und träumten von lachenden Wiesen.

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Mit den Leinen fingen wir nichts. Mehrere Trawlzüge wurden unternommen, aber auch sie ergaben keinen von unsern südlichen Fischen, nur kleine Aragonus Cottus und ähnliche in Mengen.