[Wintergemälde.]

Es schneit im Wald
Unheimlich kalt,
Ein Mann versinkt im Schnee;
Sein Ach, sein Weh
Verhallet bald
Im großen Wald.
Die Jagd, sie naht,
Zertritt die Saat;
Ein angeschossen blutend Reh
Versinkt im Schnee,
Die Büchse knallt,
Der Schuß verhallt.

Unschuldig verurtheilt sein
Ist ein Unglück, das nicht klein,
Doch natürlich ist es fast
Trifft den Richter keine Last —

Keine Schuld — ach unfehlbar!
Ob ein Richter stets es war?
Straflos darf ein Richter sein?
Darauf sagt ein Jeder nein!

[Hundegebell im Fleischerladen.]

Mit Hunden hetzen sie das arme Thier,
Mit Kolben stoßen sie’s zu Tod!
Ist’s nicht genug an Wein und Brot?
Nach Blut lechzt die Begier.

Von Moral ist keine Spur,
Alles strebt nach Schlauheit nur,
Jeden listigen Betrug
Nennt man „Usus“, oft auch „klug“.