Drum soll am Abend vor der Hochzeit
Ein Polterabend sein
Denn, heißt es, wo viel Licht und Freude
Wagt sich kein Geist hinein.
[Der Zustand der Gesellschaft.]
Die Erde bebt, groß und gewaltig wird ihr inn’res Wüthen,
Und schwarz und finster war’s und keine Sonnen glühten.
Ach, keine Blüten, und kein Rauschen, und kein Frühlingswehen
Die große Nacht war düster, schauerlich mit anzusehen.
Da erschallt des Donners Stimme und erweckt die stumme Nacht.
Des Blitzes Schein erhellt die Erde, die Menschheit, sie erwacht.
Sie öffnet halb das müde Auge, vom Schein zurückgeschreckt,
Und schläfrig bleibt die Wimper liegen, die ihr das Licht versteckt.
Doch durch die zarten, kleinen Härchen, der große Lichtstrahl dringt.
Und golden es dem langen Schläfer ins trübe Auge blinkt.
Es folgt ein Blitz dem ersten Strahle, mit voller Blitzeskraft,
Die ganze Welt, sie steht in Flammen, und hat sich aufgerafft.
Die Menschheit mit den edlen Zügen, sie sieht den jungen Tag,
Und macht sich auf vom finstern Lager, wo sie im Schlafe lag.
Noch fühlt sie nicht den Rausch der Wonne, sie schreckt die Gegenwart,
Sie fühlt sich schwach, denn sie ist feige, und ahnt, was ihrer harrt: