Dreimal kam die Nacht gezogen,
Dreimal sah man’s tagen,
Und noch immer Rosseshufe
Samt den Herzen schlagen.
Dreimal kam die Nacht gezogen,
Dreimal sah man’s tagen,
Und es konnten Feuerkugeln
Sie noch nicht erjagen!
Endlich sieh’ im Mondenscheine
Die drei Reiter knieen,
Brück und Wasser hinter ihnen
Eine Linie ziehen.
In dem Grenzort auf dem Berge
Steht des Marktes Menge,
Und Bewunderung, Staunen, Rührung,
Wechseln im Gedränge:
Seht ihr, seht ihr die Tscherkessen,
Herr Gott! wie die reiten:
Feuer sprühen ihre Blicke
Hin nach allen Seiten!
Sie entfloh’n aus tiefem Reußen,
Heldenmut im Blute, —
So tönt’s in des Volks Geflüster —
„Wie den’ auch zu Muthe?“
Vor des Preuß’schen Rathhaus Schwelle
Stehet die Behörde,
Und die Reiter, heiß und glänzend,
Ruhen auf der Erde.
Ihre Zeichen, ihre Mienen,
Blicke, freudetrunken,
Streicheln sie die prächt’gen Rosse,
Wie im Traum versunken.
Ihre Zeichen, ihre Mienen,
Ihre dunklen Worte,
Sie enträthselt halb ein Dolmetsch,
Tief gerührt am Orte.
„Wir Cirkassien’s freie Söhne
In der Sklaven-Ferne
Hörten rühmen eure Freiheit,
Dienten Freien gerne!