Machet auf geschwind
Ruft das arme Kind,
Sieht sich ängstlich um:
Finster ist’s und stumm.

Ueberall ist’s zu,
„Mutter, wo bist Du?“
Stoßet aus den Schrei,
Horchet still dabei;

Und in seiner Qual
Klopft es noch einmal
Sieht sich grausend um:
Finster ist’s und stumm.

Streckt die Aermlein aus,
Hämmert schnell drauf los,
Ruft entsetzt und laut:
„Hört, ich bin nicht todt!“

Lehnt sein Haupt am Arm:
„Daß sich Gott erbarm’,
Lebt man ewig so?
Und wo stirbt man, wo?

Ach, man hört mich nicht,
Gott, ach nur ein Licht!“
Sieht sich nochmals um!
Finster bleibt’s und stumm.

Stier und starr es tappt,
Und am Sarg’ es klappt,
Horch, da strömt sein Blut
Durch des Nagels Hut;

Aus dem warmen Quell,
Sprudelt’s rasend schnell
Endlich stirbt das Kind,
Froh die Engel sind!

Stürmisch ist die Nacht,
Blätter rauschen sacht,
Niemand sah sich um:
Finster blieb’s und stumm!