Die Fenster sind gefroren,
Wie eis’ge Blümlein, schau:
Das sind die falschen Menschen,
Auf menschlich schöner Au!

Wie niedrig lächelt die Dirne,
Wie spiegelt sich drin ihr Herz,
Kein Lächeln ist’s der Gestirne,
Nur Glanz von gemeinem Erz. —

Und der Himmel lacht mir wieder,
Und die Sonne scheinet hell,
Und es tauchen auf die Lieder
Wie ein unversiegter Quell.

An der Tugend nur genippet,
Und die Bosheit ausgetrunken, —
Also sind die armen Menschen
In ihr liebes „Ich“ versunken.

Lauter Zank, ’s ist eine Zeit des Leidens,
Alles freilich, es hat seine Zeit —
Zeit des Zankens — Hetzenzeit — des Meidens:
„Bet’ und zanke“ heißt’s in neuester Zeit!