Das ist ein helles Zanken,
Ganz ohne Unterlaß,
Für dieses kurze Leben
Hat man nicht Zeit zum Haß! —
Die weiße Rose am längsten blüht,
Am stillsten das weiße Röslein glüht,
Am tiefsten fühlet ein reines Gemüth:
Daß Gott alle Beide vor Schaden behüt’!
Freundlich gucken meine Blicke,
Hoffnungsvoll den Himmel an,
Einem freundlichen Geschicke
Harrt getrost der fromme Mann.
Zu allem Guten sage ja,
Zu allem Bösen sage nein,
Das Eine dort, das And’re da:
Beisammen können sie nicht sein.
Dieselben Bäume hier wie dort,
Dieselben Gräslein hier wie dort,
Dieselbe Sprache hier wie dort,
Und dennoch bleibt’s ein fremder Ort.