[40] Franz Ulrich Theodor Aepinus, der Entdecker der Influenz und der Thermoelektrizität, wurde im Jahre 1724 in Rostock geboren. Er studierte dort, wurde später Professor der Astronomie an der Akademie zu Berlin, folgte aber von dort einem Rufe nach Petersburg, wo er Physik lehrte und die Aufsicht über die russischen Normalschulen ausübte. Er starb 1802 in Dorpat.
[41] Aepinus, Akademische Rede von der Ähnlichkeit der elektrischen und magnetischen Kraft. Leipzig 1760. Siehe auch Dannemann, Aus der Werkstatt großer Forscher. Leipzig 1908. Abschnitt 37.
[42] Diese durch Erwärmung erregte Elektrizität, die an gewissen Kristallen auftritt, hat man als Pyroelektrizität bezeichnet. Bei der Abkühlung kehren sich die beiden Pole um; ist dagegen die Temperatur bleibend geworden, so ist der Kristall wieder unelektrisch. Später hat man diese Erscheinung auch an anderen Mineralien wahrgenommen, so am Kalkspat, Gips, Feldspat, Flußspat, Diamant usw.
[43] Erst Faraday gelang es, eine so weitgehende Verknüpfung der elektrischen und der magnetischen Erscheinungen nachzuweisen, dass beide als Äußerungen ein- und derselben Naturkraft gelten. Elektrizität, Magnetismus, strahlende Wärme und Licht wurden auf Grund von Maxwells elektromagnetischer Theorie des Lichtes, sowie der Versuche von Hertz auf Zustände des Äthers zurückgeführt. Ausführlicheres darüber enthalten spätere Abschnitte dieses Werkes.
[44] Nebenbei sei erwähnt, daß Coulomb durch mechanische Untersuchungen bewies, daß die Kraft des Menschen völlig unzulänglich sei, um ihn mittelst Flügel in die Lüfte zu erheben.
[45] Vier Abhandlungen über die Elektrizität und den Magnetismus von Coulomb, übersetzt und herausgegeben von Walter König. (Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften Nr. 13. Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1890). Fig. 1-5.
[46] Mémoires de l'Académie royale, 1784. pg. 229 u. f.
[47] Ostwalds Klassiker Nr. 13, S. 7.
[48] Siehe Ostwalds Klassiker Nr. 115.
[49] Mém. de l'Académie royale 1788. pg. 620 u. f.