Er hat sogar eine kleine Perfidie gegen Jones begangen, indem er ihn das Manifest von Louis Blanc und Komp. übersetzen ließ und ihn dann fragte, ob er etwas dagegen habe, daß er als Übersetzer genannt werde? Es war dies am Mittwoch. Er hatte also schon Deinen Brief, von dem er kein Wort gegen Jones fallen ließ. Jones sah in seiner Frage also bloß einen Appell an seine eigene „sozialistische“ Gesinnung – und sagte natürlich, er habe nichts dagegen.

Jones erklärte mir, auf meine Erörterungen hin werde er wahrscheinlich, er könne es nicht gewiß sagen, sich von dem Bankett enthalten. Was seine Entscheidung schwankend machte, ist sehr rationell. Kommt er nicht, so verliert er an Popularität, da, dank dem Dear, dies Bankett zu einer Chartistenangelegenheit geworden ist. Er fürchtet zugleich, Reynolds möge hinter seinem Rücken intrigieren.

Jones mißbilligt das Betragen des Dear, den ich nicht „wiedergesehen“. Er suchte es damit zu entschuldigen, daß die Chartisten, wenn sie an keinem der beiden Banketts teilnehmen, der politischen Apathie oder Antipathie gegen die ausländischen Revolutionäre beschuldigt würden. Ich habe ihm geantwortet: so hätte[n] Harney usw. ein Chartistenmeeting zur Feier des unvermeidlichen 24. Februar abhalten sollen, statt sich zum Piedestal für einen Zwerg zu machen und für ein Halbdutzend Kamele, einen Zwerg, der den Harney nie anders als „brave garçon“[2] tituliert, und der, wenn morgen eine Bewegung in London ausbricht, nach einem Jahre oder nach zwanzig Jahren aktenstücklich beweisen wird, daß er diese pauvres Anglais dans la route du progrès[3] geworfen hat, und dies [?] liegt zwischen 1688 und dem 24. Februar 1851, wo Louis Blanc ganz London ebenso nach sich rufen hörte, wie damals die 50 000 Arbeiter im Hofe der Réforme, der nicht 50 Mann faßt. Und wieviel falsche Tränen wird er zu Papier bringen über dies noch nie dagewesene Ereignis!

Harney hat sich in diese Geschichte hereingeritten einmal aus dem Bewunderungstrieb für offizielle große Männer, den wir schon früher oft verlacht haben. Dann liebt er die theatralischen Effektstücke. Er ist unbedingt gefallsüchtig, ich will nicht sagen vaniteux.[4] Er ist selbst unstreitig tief von der Phrase beherrscht und entwickelt sehr reichhaltige pathetische Gase. Steht tiefer im demokratischen Dreck, als er Wort haben will. Er hat einen doppelten spirit[5], einen, den ihm Friedrich Engels gemacht hat, und einen, der ihm leibeigen ist. Der erstere ist eine Art Zwangsjacke für ihn. Der letztere ist er selbst in puris naturalibus.[6]

Was diesem Meeting noch besonderes Gewicht gibt, ist die Aufregung, die in London herrscht infolge Abtritts des little Johnny[7] und des avènement von Stanley-d’Israeli.[8]

Die Frenchmen[9] fürchten nichts mehr als eine allgemeine Amnestie. Sie würde sämtlichen hiesigen Bretterhelden den Nimbus rauben.

A. Ruge hat versucht, mit Struve, Kinkel, Schramm, Bucher usw. einen „Volksfreund“ oder, wie unser Gustav [Struve] wollte, einen „Deutschen Zuschauer“ zustande zu bringen. In den Sumpf gefallen. Teils wollten die anderen das Protektorat Winkelrieds [Ruges] nicht, teils, wie der „gemütliche“ Kinkel, verlangten sie bare Zahlung, ce qui ne fait pas le compte de Mr. Ruge.[10]

K. Heinzen ist Chefredakteur der bankrotten New Yorker Schnellpost und hat eine schaurige Polemik mit Weitling eröffnet.

Du wirst sehr wohltun, einmal und bald an den Nathan [Roten] Becker in New York zu schreiben und ihn sur l’état actuel des choses[11] zu unterrichten.

Einliegend ein Brief von Dronke. Schicke ihn mir umgehend zurück; wenn Du selbst dazu schreiben willst, tant mieux.[12]