Du liest zuerst wohl den Proudhon, da ich den zurück haben muß. Den Dureau habe ich ausgezogen, soweit ich ihn brauche. –

Apropos. Schreibe doch endlich an den Fischer in New Orleans. (Liebknecht ist jetzt sein stehender Korrespondent.) Es ist dies um so wichtiger, als gerade aus New Orleans die Kinkels, Ruges usw. Subsidien zu ziehen gedenken. Vergiß also nicht an den Mann zu schreiben, der sich in einem Brief an Liebknecht über Dein Schweigen beklagt.

Dein K. M.

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[Undatiert. Ersichtlich vom 26. oder 27. August 1851.]

Lieber Marx!

Die homerischen Kämpfe der großen Männer im Streben nach Einheit haben mich wunderlich erheitert. Welche Iliade!

An Fischer ist geschrieben. Es ist aber doch positiv, daß ich in dem Brief an Kinkel mit genannt bin, damit ich mich bei Fischer nicht blamiere? Die Idee mit Freiligrath ist famos, das hat gewiß Deine Frau erfunden. Den F[ischer] aufzufordern, direkt für unsere Parteizwecke Geld aufzutreiben, geht durchaus nicht; kommt aber noch etwas – was ich nach diesen Erfahrungen der Amerikaner bezweifle –, so denke ich, wird mein Brief hinreichen, es in Freiligraths Hände zu spielen, et cela suffit.[1]

Über Proudhon morgen oder übermorgen. Weerths Anwesenheit und dann diese Schmiere, verbunden mit Kontorlasten, haben mich verhindert, das Ding ernsthaft anzufassen. Jedenfalls ist die Scharlatanerie großartig drin. Der zweite Teil, von der Liquidation an, ist bewundernswert durch die Verschmelzung der Girardinschen Reklame und der Stirnerschen Renommage. Dazu ist manches grammatisch und logisch reiner Gallimathias, von dem er selbst weiß, daß es absolut keinen Sinn hat. Dieser zweite Teil ist wirklich gar nicht ernsthaft zu behandeln, man kann’s beim besten Willen nicht.

Für die Tribune habe ich natürlich auch nichts machen können – nächste Woche Fortsetzung. Eiligst