Ich schreibe Dir nur drei Zeilen, da die Zeit drängt wegen des Abganges der Post nach Amerika und ich erst später ausgehen kann, um mich über den „Richter“ zu erkundigen.
Es ist mir allerdings lieb, wenn Du die 3 Pfund mir einstweilen durch Postorder zuschicktest. Ich erhalte die nächste Woche some money[1] und werde dann dem Pieper die 2 Pfund in Deinem Namen zustellen. Mir ist es aber wichtig, sie anfangs der Woche zu haben, was ihm gleichgültig sein kann, da er einstweilen noch wohlversorgt ist.
Dein K. M.
[1] Etliches Geld.
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17. Februar 1852.
Lieber Marx!
Du wirst wütend über mich sein, daß ich so kurz angebunden bin, aber der Teufel soll mich holen, wenn ich vor lauter Arbeit und Commerce weiß, wo mir der Kopf steht. Voici les faits:[1] 1. Charles ist nach Deutschland und hat mir nicht nur seinen ganzen Stock Arbeit, sondern noch ein hübsches Restchen der mit dem Jahresschluß verknüpften Restantarbeiten hinterlassen; 2. die Bilanz vom vorigen Jahre bringt meinem Alten positiven Verlust, was ihm zwar sehr gesund ist, was aber mir dafür eine heillose Masse Geschichten, Kalkulationen, Arbeiten usw. an den Hals bringt; 3. einer der Ermens hat den Kontrakt gekündigt, und die Intrigen und Korrespondenzen, die sich daran knüpfen, kannst Du Dir denken. Genug: Heute abend sitze ich bis 8 Uhr auf dem Kontor, und statt Dir ausführlicher schreiben zu können, muß ich noch einen Brief nachher an meinen Alten schreiben und ihn vor 12 Uhr nachts aufs Postoffice tragen; morgen abend muß ich für Jones etwas machen, und übermorgen will ich sehen, daß ich für die Tribune einen Artikel fertig bringe. An freie Zeit vor 7 bis 8 Uhr abends ist jetzt vorderhand nicht zu denken, und das schlimmste ist, daß ich jetzt für einige Zeit dem elenden Handel meine ganze Aufmerksamkeit widmen muß, sonst geht hier alles schief und mein Alter stoppt mir die supplies.[2]
Die 2 Pfund wirst Du erhalten haben. Laß bald von Dir hören, selbst wenn ich nicht die Muße finden sollte, Deinen letzten Brief ausführlich zu beantworten.