Lieber Marx!
Inliegend Neuestes von Weydemeyer, das etwas besser lautet. Deinen Artikel behalte ich einstweilen hier, 1. um ihn zu lesen und 2. um ihn später eventuell ins Englische zu übersetzen, was mit Weglassung einiger nur Deutschen verständlichen Redeblumen sehr gut geht.
Voilà donc Moses Heß in der Kölnischen Zeitung steckbrieflich wegen Hochverrats verfolgt. Ich will mich hängen lassen, wenn das nicht infolge von bei Vater Dronke gefundenen blödsinnigen Papieren über ihre wichtigen Genfer Geschichten geschehen ist. Cela valait bien la peine![1] Inzwischen ist Moses wieder Märtyrer, was sein otium cum dignitate[2] sehr verschönern wird; vielleicht wird man ihn bald nach London spedieren – est-ce que nous n’échapperons jamais à cet imbécile![3] Jedenfalls kann alles das für die armen Teufel in Köln wieder sehr fatal werden und neuen Grund zu Verschleppungen ihres Prozesses geben; wären sie wirklich schon vor die Assisen verwiesen, so hätten wir das doch gehört.
Freiligrath schreibt mir wegen einer Introduktion an meinen Schwager – ich schicke sie ihm heute, er will also doch sich mit Gewalt nach einer Stelle umsehen.
Meine besten Grüße an Deine Frau und Kinder
Dein F. E.
[1] Das hat gerade der Mühe gelohnt.
[2] Würdevolles Mußeleben.
[3] Werden wir diesem Dummkopf niemals entrinnen!