Lieber Marx!

Les affaires vont bien.[1] Morgen oder übermorgen reist mein Alter wieder ab, sehr zufrieden mit seinen Geschäften. Das hiesige Geschäft wird vollständig reorganisiert und auf neuen Grundlagen fortgeführt. Die Zulage ist glücklich erobert, und sobald die Kontrakte unterzeichnet sind und mein Alter verschwindet, wird die erwähnte Banknote bei Dir ihre Erscheinung machen. Das schönste dabei ist, daß ich gar nichts unterschreibe, mein Alter hat die Weisheit, mir in politischer Beziehung doch nicht ganz zu trauen und sich daher wohl zu hüten, daß er nicht später durch mich in neue Unannehmlichkeiten kommt. Auch kann ich es eintretendenfalls bei Beobachtung einiger Anstandsformen dahin bringen, daß ich von einem meiner Brüder ersetzt werde, so daß bei meinem Fortgehen mein Alter nichts verliert als allenfalls einige Illusionen, und ich derjenige bin, der ein Opfer bringt, nicht er. Da ich nämlich durch alle diese Veränderungen für den Augenblick einen tüchtigen Haufen Arbeit auf den Hals bekommen werde, so kann ich in den nächsten Tagen schwerlich an viel Zusammenarbeiten mit Dir denken, und doch wäre es mir lieb, Dich sobald wie möglich hier zu sehen .... Es fällt mir gerade ein, daß es am besten wäre, Du kämest Pfingsten, id est den Freitag vorher – übermorgen über acht Tage –, wo hier die allgemeinen holidays[2] sind. Bei schönem Wetter gingen wir dann auf die Insel Man oder sonst wohin und bei schlechtem arbeiteten wir.

Die Hauptsache ist übrigens bei dem neuen Arrangement, daß vom 1. Juli an mein Geld nicht nur sich vermehrt, sondern auch vollständig mein ist, so daß kein Mensch mehr mich zu fragen hat, wozu ich es gebrauche. Das Nähere mündlich.

Dein F. E.


[1] Die Geschäfte gehen gut.

[2] Ferientage.

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Manchester, 21. Mai 1852.

Lieber Marx!