Lieber Frederic!

Deinen Brief nebst 5 Pfund erhalten. 10 Schilling an Dronke gegeben.

Die Zeit ist jetzt vorbei, wo wir uns zu genieren haben, offen zu schreiben unter unseren direkten Adressen. Sonnabend (30. Oktober) erhielten die Advokaten die Masse der Dokumente, Sonntag den zweiten Brief von Frankfurt, gestern meinen letzten Brief mit der Deklaration vor dem Magistrat. Heute habe ich die im heutigen Morning Advertiser erschienene Deklaration an Schneider II direkt registriert geschickt, weniger, weil dies jetzt noch nötig ist, als damit die preußische Regierung sieht, daß wir Mittel haben, die Ehrlichkeit ihrer Post zu forcieren und im Gegenfall sie vor dem Londoner Publikum bloßzustellen.

Die Advokaten haben alles Nötige rechtzeitig erhalten, nämlich vor Schluß der Anklage. Gegenwärtig bin ich der Meinung, daß, sollte nicht ein neuer Inzident den Prozeß verlängern und eine neue Intervention unsererseits nötig machen, nichts mehr nach Köln abgeht. –

Was den mir fälschlich zugeschriebenen Wisch betrifft, so fehlt mir nur noch die Adresse von Moses Heß, der in Lüttich haust. Ich werde ihm nämlich schreiben: „Erkläre mir, wem Du die Katechismen gegeben und wer sie kolportiert hat in Deutschland, sonst erkläre ich Dich in der Independence für einen Forger.[1]“ Moses wird schon herausrücken.

Vergiß nicht, mir den Schluß für Dana zu schicken. Donnerstag kommt das Parlament zusammen. Der Artikel ist schon jetzt etwas antiquiert. Nach Freitag aber hätte er gar keinen Wert mehr.

Beste Grüße an Weerth und Strohn.

Dein K. M.


[1] Fälscher.