Our exports are therefore threefold those to Russia and nearly double those to Russia and Austria together.“[3] So weit The Economist.

In dem englischen Ministerium selbst muß großer Krakeel sein über die „Turkish Question“.[4] Denn Palmerstons [unlesbar] die Morning Post pfeift direkt aus dem entgegengesetzten Loche wie die Times.

D’Israeli ist seiner leadership der „great conservative party“[5] glücklich entsetzt, and Sir John Pakington, a mournful man otherwise,[6] an seine Stelle getreten. Das ist das erstemal seit 1828, daß die Torypartei einen „leader“[7] besitzt, der ebenso borniert ist wie ihr Gros.

Du hast gesehen, daß in der letzten Abstimmung über die clergy reserve bill,[8] wo der würdige Russell von den drei clauses,[9] die er vorgeschlagen, eigenhändig the omission of the third clause proposed,[10] das Ministerium den Sieg nur durch die Stimmen der konservativen Minorität davontrug. Ein schlechtes Zeichen das.

Mazzini ist hier seit einigen Tagen, aber einstweilen noch inkognito.

Daß „good Aberdeen“ sehr geneigt ist, den Flüchtlingen etwas am Zeuge zu flicken, magst Du daraus sehen, daß vorige Woche die englische Polizei eine Art Flüchtlingsstatistik aufnahm. Zwei bis drei Detektivs, in plain clothes,[11] begaben sich von Square zu Square und von Straße zu Straße und nahmen Notizen zu Papier, in den meisten Fällen bei den Nachbarn der nahegelegenen Bierwirtschaften. Ausnahmsweise aber – zum Beispiel bei dem Hause Pulszkys, er selbst ist just in Amerika – drangen sie unter dem Vorwand, es sei ein Diebstahl begangen worden, in die Domizile der Flüchtlinge selbst und durchmusterten ihre Papiere. –

Vater Willich ist in New York gelandet. Freund Weitling veranstaltete ihm ein Bankett von dreihundert Personen, wo Willich mit einer gewaltigen roten Schärpe erschien, eine lange Rede hielt des Inhaltes, daß Brot mehr wert ist als Freiheit, und von Weitling ein Schwert überreicht erhielt. Dann trat Weitling auf und bewies, daß Jesus Christus der erste Kommunist war und daß sein Nachfolger niemand anders ist als der bekannte Wilhelm Weitling.

Ich habe einen Brief von Schabelitz erhalten, den ich einlege. Es geht daraus hervor, daß er zwar nicht politisch verraten, aber unendlich albern verfahren hat. – – – Zugleich hat Doktor Feddersen dem Dronke geantwortet, der ihm über die Angelegenheit geschrieben hatte. Er bestätigt Schabelitz’ Brief, teilt aber zugleich mit, daß seiner Ansicht nach der gerichtlichen Untersuchung gegen Schabelitz keine weitere Folge gegeben wird. Es fragt sich, was nun tun? Die preußische Regierung wünscht die Sache vollständig zu burken [ersticken], so sehr, daß der Minister des Auswärtigen gegen eine „Theorie des Kommunismus“ fahndet, die ich in Basel publiziert haben soll. Also sogar der Titel soll dem Publikum verheimlicht bleiben. Que faire?[12]

Schabelitz hat mir zwei Exemplare geschickt, eines direkt an mich, eines an Freiligrath, wofür ich zusammen 15 Schilling zu zahlen hatte. Schöne Einnahme. Bisher war es mir noch nicht möglich, der Clique die Exemplare zu entreißen. Bis Mittwoch (morgen) denke ich aber im Besitz von einem derselben zu sein, zugleich mit dem Paket, das schon lange für Dich parat liegt.

Zerffi ist hier. Er flüchtete von Paris bei der Razzia auf die fremden Korrespondenten. Zerffi ist ein Schwätzer, hat aber über die ungarischen Verhältnisse selbständigere und richtigere Ansichten, als ich sonst noch von Flüchtlingen von daher gehört habe. Dies mag darin seinen Grund haben, daß er von Hause aus kein Magyar ist, sondern ein „Schwab“, und nicht nur ein Schwab, sondern der Sohn eines Juden aus Hannover, der wahrscheinlich Cerf hieß und sich in Zerffi magyarisierte.