[14] Wenn F. M. wie er es tut, von der fixen Idee ausgeht, daß festländische Revolutionen die geheimen Pläne Rußlands fördern, so muß er, sofern er auf so etwas wie Konsequenz Anspruch erheben will, nicht nur Bakunin, sondern jeden festländischen Revolutionär als einen russischen Agenten verurteilen. In seinen Augen ist die Revolution selbst ein russischer Agent. Warum soll Bakunin es nicht sein?
[15] Von einem ausländischen Korrespondenten.
[16] Wie man Geschichte schreiben soll. (Von einem ausländischen Korrespondenten.)
[17] „Bakunin ist ein russischer Agent – Bakunin ist kein russischer Agent. Bakunin starb im Kerker von Schlüsselburg, nachdem er viel schlechte Behandlung erlitten – Bakunin ist nicht tot, er lebt noch. Man hat ihn zum Soldaten gemacht und nach dem Kaukasus geschickt – nein, er ist nicht zum Soldaten gemacht worden, er bleibt in der Zitadelle von Sankt Peter und Sankt Paul interniert. Das sind die widersprechenden Nachrichten, welche die Presse abwechselnd über Michael Bakunin gebracht hat. In diesen Tagen ausgedehnter Publizität kommen wir nur dadurch auf die Wahrheit, daß wir das Falsche behaupten; ist es aber wenigstens bewiesen worden, daß Bakunin nicht russischer Militärspion war?
Es gibt Leute, die nicht wissen, daß die Menschheit die Menschen voneinander abhängig macht – daß, indem wir Deutschland von dem Einfluß befreien, den Rußland über es ausübt, wir auf das letztere Land re-agieren und es von neuem in den Despotismus untertauchen, bis es von der Revolution getroffen werden kann. Solche Leute wird man vergeblich zu überzeugen versuchen, daß Bakunin einer der reinsten und hochherzigsten Vertreter des fortschrittlichen Kosmopolitismus ist.
‚Verleumdet, verleumdet,‘ sagt ein französisches Sprichwort, ‚und etwas wird immer zurückbleiben.‘ Die Verleumdung Bakunins, die 1848 von einem seiner Freunde weitergegeben wurde, ist 1853 von einem Unbekannten wieder aufgetischt worden. ‚Man wird immer nur von seinen eigenen Leuten verraten,‘ sagt ein anderes Sprichwort, ‚und es ist besser, mit einem klugen Feind, als mit einem dummen Freund zu tun zu haben.‘ Konservative Blätter sind nicht das Organ der gegen Bakunin ausgestreuten Verleumdung geworden. Ein befreundetes Blatt übernahm diese Ausgabe.
Das revolutionäre Empfinden muß nur wenig entwickelt sein, wenn vergessen werden kann, was Mr. Marx vergessen hat, daß Bakunin nicht aus dem Stoff gemacht ist, aus dem man Polizeispione macht. Warum hat er nicht wenigstens, wie dies Gepflogenheit der englischen Blätter ist, einfach den Brief des polnischen Flüchtlings veröffentlicht, der Bakunin denunzierte? Er würde das Bedauern zurückbehalten haben, daß er seinen Namen mit einer falschen Beschuldigung verknüpft sah.“
[18] Einen Lümmel.
[19] „Es ist besser, man hat mit einem klugen Feind als mit einem dummen Freund zu tun“, würde Bakunin ausgerufen haben, wenn er jemals den Brief des „ausländischen“ Sancho Pansa zu Gesicht bekäme, der in Ihrer Sonnabendausgabe sich in seinen sprichwörtlichen Gemeinplätzen ergeht.
Ist der nicht ein „dummer Freund“, der mir einen Vorwurf daraus macht, das nicht getan zu haben, wodurch ich nach ihm „das Bedauern zurückbehalten hätte, meinen Namen mit einer falschen Beschuldigung verbunden zu sehen“?