Curtis, der nicht einmal diese Eigenschaft gegen sich, wohl aber alle die andern für sich kannte, merkte gar bald, wenn er auch sonst gerade keine übermäßigen Verstandeskräfte besaß, daß er den Alten auf seiner Seite habe, und beschloß nun mit der Tochter die Sache ebenfalls schnell in's Reine zu bringen. Wie er aber allein mit ihr war, verließ ihn auf ein Mal aller Muth; es war ihm, als ob ihm Jemand mit zwei Fingern die Nase, und mit der ganzen Hand die Kehle zuhielte, und er nun mit jedem Augenblick ersticken müsse. Anna brach auch endlich zuerst das ihm wenigstens peinlich werdende Schweigen und frug ganz unbefangen:

»Wie befindet sich Nancy, Mr. Curtis? warum kommt sie nicht einmal herauf zu uns; sie hat es mir doch schon so oft versprochen.«

Curtis rückte eine Weile auf dem Stuhl umher, faßte sich aber endlich ein Herz und frug das junge Mädchen mit einem seiner zärtlichsten Blicke:

»Wie wär's, Miß Ewis, wenn Sie dafür einmal Nancy besuchten, vielleicht gefiel Ihnen der Ort?«

»Nancy muß erst zu mir kommen,« sagte Anna, »sie hat es versprochen.«

Eine lange Pause entstand jetzt, bis endlich der zaghafte Werber auf's Neue das Wort nahm und die Unterredung mit einem leisen:

»Es ist heute schönes Wetter« wieder anzuknüpfen suchte.

»Ja!« sagte Anna.

Curtis sah sich im ganzen Hause um, und seine Augen flogen bald über die an der Wand hängenden Kleider, bald über die im Schornstein angebrachten Speckseiten, und haftete endlich wieder auf Anna's schlanker Gestalt, die an das Feuer getreten war, um nach dem beigestellten Maisbrod zu sehen.

»Miß Anna!« sagte Curtis.