In der Nacht machten die Hunde einmal einen fürchterlichen Lärmen, und Curtis träumte, es fiele wieder ein Stein im Kamin herunter; er wachte aber nicht davon auf, und erst ein unruhiges Umherlaufen im Haus, und ein Auf- und Zuschlagen der Thüren erweckte ihn.
Es war schon heller Tag, die Sonne schien durch die Seitenspalten des Blockhauses, als sie eben die dunkelwogenden Fichtenwipfel überstieg, und der Deutsche schnürte vor dem Kamin die wollene Decke zusammen, um seine Wanderung, den Fluß hinunter, fortzusetzen; Fanny konnte aber auch noch nicht auf sein, denn er sah sie nirgends.
Mit außerordentlicher Geschicklichkeit, die auch wirklich nur dem daran gewöhnten Hinterwäldler eigen ist, kleidete er sich jetzt unter der Bettdecke soweit an, daß er aufstehen und seine Toilette vor den übrigen Mitgliedern der Familie vollenden konnte und trat nun ebenfalls zum Feuer.
Fanny ließ noch immer Nichts von sich sehen.
»Mr. Curtis,« sagte endlich der alte Farmer, als er die ungeduldigen Blicke bemerkte, die der feurige Liebhaber nach den Gardinen warf, hinter denen die Geliebte noch immer weilte; »Mr. Curtis, wissen Sie es schon?«
»Wissen Sie?« frug Curtis überrascht — »wissen? was?«
»Sie wissen also Nichts davon?« sagte jener kopfschüttelnd.
»Von was denn, um Gotteswillen?«
»Hm!« sagte der Alte —
»Mr. Peterson, Sie bringen mich in Verzweiflung; was ist vorgefallen? was soll ich wissen? so reden Sie doch — wo ist Fanny?«