»Ich will ihr nach« knirschte Curtis.
»Um ausgelacht zu werden?« meinte William. »wollen Sie einen guten Rath annehmen, Mr. Curtis?«
Curtis sah fragend zu ihm auf.
»Sie suchen eine Frau, und werden überall abgewiesen — «
»Sir!«
»Ich meine es gut, Mr. Curtis, bei Gott, ich meine es gut, aber — gehen Sie in einen anderen Staat, wenigstens in ein anderes County. Sie wissen nicht, wie schwer es hält, Vorurtheile zu besiegen.«
»Mr. Peterson, ich werde Sie um Ihren Rath ersuchen, wenn ich dessen bedarf,« rief Curtis entrüstet, eilte zum Hause zurück, warf dort seinen Sattel auf das höchst unmuthig wiehernde Pferd, dem es gar nicht behagen wollte, einen neuen Ritt ohne vorhergenossenes Frühstück anzutreten, drückte ihm den Zaum in's Gebiß, den er sich nicht einmal die Zeit nahm festzuschnallen, schwang sich hinauf und sprengte, ohne auch Jemanden »good bye« oder ein sonstiges Abschiedswort zu sagen, wie besessen die Straße hinauf, dem Hause des Friedensrichters zu.
Der frühe Ritt aber, der kalte Nordwind, der durch den Wald dahin strich, und die noch von den Zweigen träufelnden Regenperlen, die der nächtliche Sturm in dem Nadelholz zurückgelassen, kühlte seine Wangen und — seinen Jähzorn. Er hatte zuerst im Sinn gehabt, wie ein zürnender Gott vor das Mädchen zu treten, das ihn so schändlich hintergangen, aber des jungen Peterson's Worte: »Sie werden nur ausgelacht,« schallten noch immer in seinen Ohren.
»Ausgelacht?« er hielt sein Pferd an, und blickte nachdenkend auf die Straße nieder; »ausgelacht — und hat jenes — Geschöpf — verdient, daß ich mich so um sie ärgere?« Sein Auge fiel auf die frisch eingedrückten Spuren zweier Pferde, von denen er die einen augenblicklich als die Spuren des Poneys erkannte, das Fanny gestern geritten.
Curtis — der fromme Curtis fluchte — er schwur, er wolle verdammt sein, wenn er nicht Rache — »nein — er wolle nicht verdammt sein« — sagte er plötzlich, indem er den Zügel losließ, den Hut abnahm und sich mit der Hand hinter dem Ohre kratzte.