»Guten Morgen, Nancy?«
»Ei guten Morgen, Mr. Curtis,« rief das fröhliche Mädchen, »Sie scheinen ja heute gewaltig guter Laune zu sein; ich dachte aber Sie brächten Gesellschaft?«
»Wie gehts Nancy?« frug Mr. Curtis, ohne jedoch auf die letzte Bemerkung weiter zu achten, indem er immer noch vor dem Hause hielt, und zu ihr aufsah — »wie ist es die Tage über gegangen?«
»Danke — gut, Mr. Curtis — sehr gut — aber warum steigen Sie denn nicht ab? wo bleibt denn der Besuch? ich habe das ganze Haus gescheuert und gekehrt.«
»Schadet Nichts, Nancy,« sagte Mr. Curtis, und sah sinnend auf den — kleinen Neger nieder, der höchst bedeutungsvoll vor ihm stand und dem Pferde nach dem Zügel griff — »ja Bob,« rief er diesem dann zu, »führ ihn fort und füttere ihn gut, ich reite nun sobald nicht wieder aus, der Braune soll sich eine Woche pflegen, denn zu Richter Houstons nebenbei können wir zu Fuße gehn. Höre Nancy,« wandte er sich dann an das junge Mädchen — »ich hab Dir viel zu erzählen, und muß Dich um etwas fragen.« —
»Mich? — ei um was denn?«
»Sollst es gleich erfahren, aber — Du hast Dir ja all Deine Sonntagskleider vorgeholt? ist ein Tanz in der Nähe?«
»Ach Mr. Curtis — ich hätte Ihnen auch viel zu erzählen,« sagte Nancy, und wurde feuerroth.
»Nun Nancy? heraus mit der Sprache,« lächelte dieser, »heraus mit der Sprache — was ist's?«
»Ach, Sie werden mich auszanken!«