Und wenn mir –

aber Sie schreiben ja gar nicht.«

»Nur die beiden ersten Verse fehlten Ihnen, nicht wahr, Mrs. Draper?« sagte Hennigs, und stand von seinem Stuhle auf.

»Ja, Sir, es waren nur die beiden,« stammelte die Matrone, und sie wußte jetzt, daß Hennigs Auge fest auf ihr haftete; das Blut strömte ihr quellend in Stirn und Schläfe, und der Athem verging ihr fast vor Angst um den Unglücklichen, vor Scham über die ausgesprochene Lüge.

»Also die andern Verse haben Sie? nun, warten Sie, ich sage sie Ihnen noch einmal vor, dann können Sie, wenn etwas daran nicht richtig sein sollte, es ändern. Zeigen Sie mir nur erst einmal was Sie geschrieben haben,« und er streckte seinen Arm nach dem Papier aus, das Hennigs mit auf den Tisch gestützter Hand locker zwischen den Fingern hielt.

Dieser aber schien es gar nicht zu bemerken; mit vorgebeugtem Körper, starr und regungslos stand er da, die linke Hand lauschend hinter das Ohr gehalten; er horchte einem entfernten Geräusch, und hatte für den Augenblick seine ganze Umgebung vergessen.

Mr. Pitt nahm indessen das Papier herüber, öffnete es, schob sich die Brille wieder nieder, und schien dann erst das sonderbare Benehmen des jungen Mannes zu bemerken.

Die Bewohner der Hütte standen entsetzt; warf der Friedensrichter nur einen Blick in die Zeilen, die er geöffnet in der Hand hielt, so waren sie entdeckt.

»Hennigs!« rief der alte Mann, und faßte seinen Arm.

»Mr. Hennigs!« sagte Pitt, und hielt das Innere der Linken gegen das Licht, um, von diesem nicht geblendet, ihn besser betrachten zu können. Das rief den Träumenden aber mit Gedankenschnelle in seine Umgebung zurück; er blickte den Fremden an, sah den Paß in dessen Hand, und riß ihn mit keckem Griff aus seinen Fingern.