„Hammerschmidt — Meier — steht auf, das Essen ist fertig!“
Hammerschmidt stieß einen tiefen Grunz aus — Meier sagte gar nichts.
„Hammerstrick verdammter, steh auf — zum Donnerwetter, wie lange soll ich Dich denn hier herum schütteln? das Essen ist fertig — nachher kannst Du Dich wieder hinlegen.“
Hammerschmidt hob sich endlich in die Höhe und sah sich erstaunt um — er glaubte augenscheinlich es wäre Morgen. „Schwere Noth!“ sagte er mit seiner feinen Stimme — „es ist ja noch ganz dunkel — was fällt denn dem Landrath heute Morgen ein“ — Försterling hieß nämlich, noch vom Schiffe her, allgemein der Landrath.
Während die Andern lachten, machte sich Försterling wieder an Meier.
„Meier — ich sage dirs jetzt zum letzten Male, wenn Du nun nicht gleich kommst, dann warten wir noch ein Bischen — Meier!“ und er schüttelte den Schläfer aus Leibeskräften.
„Du, Landrath,“ murmelte aber Meier, der der Stimme nach einen unbestimmten Begriff haben mochte, wer der ihn Weckende sei — „nimm Dich in Acht — gefährlich ist’s den Leu zu wecken.“
„Ne,“ meinte der Landrath, einen neuen Versuch machend ihn munter zu bekommen, „das kann ich eben nicht sagen, aber beschwerlich ist’s.“
Endlich waren alle munter, und die Tischgespräche begannen, die sich meist auf die heute im „Store“ erlebten Vorfälle bezogen. Besonders wurde Pannings Ausbleiben besprochen. Meier philosophirte. „Ja,“ sagte er, „das sind nun die Vergnügungen in Californien. Panning wird’s wohl heute gerade so gegangen sein, wie mir’s vor acht Tagen passirt ist. Da geht man morgens nach dem „Store“ und trinkt sein Gläschen, auch wohl zwei und dann bekommt man Appetit und nun gehts mit Champagner und Porter los. — Bis es Abend wird, kostet Einen die Geschichte seine dreißig Dollar bis zwei Unzen und wenn man Morgens aufwacht, liegt man im Busch und weiß nicht wo man ist, noch viel weniger wie man dahin gekommen.“