»Die kriegt er nicht los, Herr Actuar.«

»Gut – fort mit ihm; wir brauchen ihn heute hier nicht weiter.«

»Aber Sie können mich doch wahrhaftig nicht nur auf einen so wahnsinnigen Verdacht hin einkerkern wollen!« rief Baumann, bei dem der Zorn auch jetzt die Oberhand gewann. »Stehen denn hier nicht Männer, die mich kennen? Herr Staatsanwalt Witte, Herr Lieutenant von Wendelsheim, können Sie glauben, daß ich eines solchen Verbrechens auch nur fähig wäre?«

»Nein, das glaube ich nicht,« sagte Witte.

»Ich ebenfalls nicht,« fiel Wendelsheim ein.

»Meine Herren,« sagte der Actuar, »es thut mir leid, in dieser Sache auf Ihren Glauben keine Rücksicht nehmen zu können. Die Person hier ist unter verdächtigen Umständen angetroffen, und wir müssen uns ihrer jedenfalls so lange versichert halten, bis wir vollgültige Beweise ihrer Unschuld finden.«

»Aber ich habe den Hof nicht drei Minuten nach dem Lieutenant von Wendelsheim betreten – kaum zwei, wenn so viel – ich sah ihn in den Hof gehen.«

»Haben Sie etwas von dem Herrn bemerkt, Herr Baron?«

»Ich muß gestehen, daß ich mich gar nicht umgesehen,« sagte der Lieutenant. »Ich erinnere mich, Jemanden in der Straße bemerkt zu haben, als ich in den Hof einbog, aber es war schon dunkel und ich achtete auch nicht darauf.«

»Und wie lange vor der Entdeckung des Mordes waren Sie im Hause?«