Der Wirt im Stern wußte indes nicht anders, als daß der fremde Herr – von dem der Kutscher nur sagen konnte, daß er ein Baron sei, und der sich als »Baron Solbern« in das Fremdenbuch geschrieben – hier in der Gegend die Rückkunft des Herrn von Geyfeln abwarten wollte.

So verging der Tag – die Nacht, und Hugo von Silberglanz, während er das neue Sonnenlicht mit Jauchzen begrüßte, konnte die Zeit kaum erwarten, die ihm gestatten würde, wieder zu Georginen zu eilen und den Lohn für seine Aufopferung zu ernten. Punkt zehn fand er sich oben im Gute ein, und Georgine kam ihm, heute ein ganz anderes Wesen als gestern, lächelnd entgegen.

»Nun?« fragte sie, »haben Sie Ihre Getreidekäufe glücklich beendet?«

»Holde Georgine,« sagte Hugo, »reden Sie mir jetzt nicht von Getreide und Geschäften. Ich versichere Ihnen, ich kann das Wort nicht hören. Sprechen Sie mir von sich, gestatten Sie mir, daß ich Sie ansehe, daß ich Sie an mein Herz...«

»Halt, mein bester Baron!« sagte die Frau, ihn lächelnd abwehrend. »So weit sind wir noch nicht. Haben Sie alles besorgt, was ich Ihnen aufgetragen?«

»Alles, bis aufs letzte.«

»Ist der Wagen fort?«

»Heute morgen, zwei Stunden vor Tage.«

»Kennen Sie den Weg zur Zaubereiche?«

»Wie meine Tasche – ich bin hin und hergegangen und fürchte beinahe, ich habe mich dabei erkältet – der Schnee war so tief.«