»Gut; jetzt ist alles Nötige besprochen, und nun verlassen Sie mich. Wir dürfen keinen Verdacht erwecken.«
»Jetzt wollen Sie mich schon wieder fortschicken?«
»Sie werden meiner Gesellschaft noch überdrüssig werden,« lächelte die Frau. »Ich bitte Sie, jetzt zu gehen.«
»Ich gehorche Ihnen,« sagte von Silberglanz resigniert, »also um drei Uhr an der Zaubereiche. Ich werde die Minuten bis dahin zählen.«
»Dann sind Sie vollständig beschäftigt. Ist noch etwas?«
»Ja,« sagte von Silberglanz, entschlossen auf sie zugehend und ihre Hand ergreifend. »Sie haben mich zu Ihrem Beschützer erwählt, Georgine; ich bin bereit, alles daran zu setzen, Ihnen zu willfahren – seien Sie nicht grausam!« Er legte seinen Arm um sie und wollte sie an sich ziehen.
»Wir sind keinen Augenblick hier sicher, überrascht zu werden,« sagte Georgine, ihn von sich haltend; Herr von Silberglanz war aber nicht so leicht abzuschütteln.
»Und soll ich so lange auch ohne den kleinsten Lohn bleiben?« drängte der Verliebte. »Georgine – holdes, göttliches Wesen, in wenigen Stunden ketten Sie Ihr Geschick an das meine, und jetzt« – er drückte ihren Arm zurück und preßte, ehe sie es verhindern konnte, seine Lippen auf die ihrigen.
Georgine duldete den Kuß, dann aber sich von ihm losmachend, rief sie: »Seien Sie vernünftig, Baron! Sie setzen mich und sich der größten Gefahr aus, unsern ganzen Plan scheitern zu machen. Gehen Sie jetzt, es ist genug; um drei Uhr an der Zaubereiche.«
»Um drei Uhr,« rief Hugo, der sie wie in einer Verzückung anstarrte, »um drei Uhr!« und mit Gewalt sich losreißend, eilte er, so rasch er konnte, in das Dorf zurück, um dort seine Rechnung zu bezahlen, seine kleine Tasche zu packen und zur bestimmten Zeit an der bezeichneten Stelle nicht zu fehlen.