»Ein paar gleich?« sagte die Frau Staatsrätin, »und sollte ihm seine Bescheidenheit dabei wirklich im Wege stehen? Die ist sonst Ihr Fehler nicht, nicht wahr, Baron?«

»Gnädige Frau,« erwiderte von Silberglanz etwas pikiert, »es tut mir leid, Ihnen diesmal widersprechen zu müssen, denn meine Bescheidenheit verbietet mir allerdings, verschiedene Abenteuer zu erwähnen, und diese nicht allein, sondern auch meine Diskretion.«

»Aber, Herr Baron,« klagte Fräulein von Zahbern, »Sie machen uns dadurch ja nur noch immer neugieriger.«

»Seien Sie nicht ängstlich, mein gnädiges Fräulein,« beruhigte sie von Zühbig mit einer entsprechenden Handbewegung, »seine Diskretion erstreckt sich nicht bis auf Hölderleins Keller, und dort hat er mir schon, gleich gestern nach seiner Ankunft und trotz dieser entsetzlichen Diskretion, ein offenes Bekenntnis der Hauptdata wenigstens abgelegt...«

»Aber dabei auf die Ihrige gerechnet, Baron.«

»Ohne Vorbehalt, Freundchen,« schmunzelte von Zühbig gnädig den kleinen Mann an, »ohne den geringsten Vorbehalt.«

»Aber Sie werden doch nicht...«

»Erzählen, daß Sie die göttliche Georgine Bertrand wirklich entführt und sie jetzt, ein zweiter Aeneas, auf Naxos haben sitzen lassen? Gott bewahre,« lachte von Zühbig, »das wäre in der Tat indiskret.«

»Ich will doch nicht hoffen –« mischte sich hier etwas rasch Frau von Zühbig in das Gespräch.

»Daß er so glücklich war? – allerdings,« lachte ihr Gatte, »aber das Interessanteste verschweigt er grausamerweise.«