»Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Bemühungen, aber es wird Nichts helfen,« sagte Sarno achselzuckend — »hier in Brasilien geht nun einmal Alles seinen gewohnten Schlendrian, und nur wer keine schmutzigen Hände scheut, kann sich allein emporarbeiten. Ich passe aber zu derlei Intriguen nicht, und werde ruhig wieder meine Vermessungen beginnen, bei denen ich doch wenigstens nur Arbeit und keinen Ärger habe.«

»Aber Sie bleiben, bis ich komme, in Rio?«

»Ich werde unter fünf oder sechs Wochen nicht von dort wegkommen.«

»Desto besser — dann treffen wir uns jedenfalls. Sie wohnen?«

»Im Hotel Pharoux.«

»Schön; weiter brauche ich Nichts.«

»Und Könnern?« fragte Sarno und sah lächelnd zu seinem jungen Freunde auf — »haben Sie reussirt? Aber zum Henker, Mann, Sie sehen so melancholisch aus! Ich will doch nicht hoffen, daß Sie einen Korb nach Hause bringen?«

»Elise wird mein Weib,« sagte Könnern fest.

»Und dabei schneiden Sie ein Gesicht,« lachte Sarno, »als ob Ihnen das größte Unglück begegnet wäre. Sie haben Etwas auf dem Herzen…«

»Ja« sagte Könnern zögernd — »es ist — Etwas vorgefallen, das mein Glück nicht stört, aber doch hinausschiebt; gestatten Sie mir jedoch, daß ich jetzt noch darüber schweige.«