»Da sieht der Fettfleck beinah' noch besser aus,« sagte Peters; »Sie haben den alten erwischt.«
»Na, dann kann's nichts mehr helfen; ein Unglück kommt nie allein, und wenn ich jetzt in Öl eingekocht wäre wie eine Sardine, warten kann ich ihn nicht länger lassen!«
»Das Schnupftuch hängt Ihnen hinten heraus,« sagte Peters.
Der Director steckte es in wilder Hast wieder ein, und sich unterwegs die in Unordnung gerathenen Haare ein wenig zurecht drückend, schoß er in voller Flucht zurück auf die Bühne, um sich dem übermäßig besternten und beordenten Hofmarschall zur Verfügung zu stellen.
Dieser führte ihn auch ohne Weiteres der fürstlichen Loge zu, und Krüger, etwa mit einem Gefühl wie ein Subalternbeamter, der vor einen Vorgesetzten citirt ist und die Gewißheit hat, einen tüchtigen Rüffel zu bekommen, folgte ihm so rasch er konnte.
Der Erbprinz erwartete ihn oben. Der Wagen stand schon lange unten, seiner harrend, aber er blieb trotzdem zurück und sah indessen zu, wie sich das Haus leerte.
»Herr Director Krüger, Königliche Hoheit.«
»Ah, lieber Director, es freut mich, Sie kennen zu lernen – ich bin Ihnen dankbar für Ihre Aufmerksamkeit!«
»Königliche Hoheit,« stotterte Krügen
»Heut Abend aber,« fuhr der Prinz fort, »bitte ich Sie, Ihrem Herrn Rebe in meinem Namen für den Genuß zu danken, den er mir durch sein vortreffliches Spiel bereitet hat. Er ist jetzt noch in Costüm, sonst hätte ich ihn selber heraufrufen lassen, und so ersuche ich Sie denn, ihm in meinem Namen diese Tuchnadel zu überreichen, die er mir zum Andenken tragen mag,« und mit den Worten nahm er seine eigene Brillantnadel aus der Cravatte und überreichte sie dem Director.