„Einen einzigen?“ rief Herr Mahlhuber entrüstet, indem er das Geld für sein Abendessen und Nachtquartier auf den Tisch legte, „nennen Sie das einen einzigen? — siebzehn, sage ich Ihnen, siebzehn habe ich in dieser einen unglückseligen Nacht mit eigenen Händen unter meinem Bette vorgeholt und aus der Thür geworfen, und — die Alte ist vielleicht noch oben.“

„Siebzehn Hunde?“ rief die Mamsell, das Geld erst überzählend und einsteckend und dann die Hände über dem Kopfe zusammenschlagend, „siebzehn junge Hunde?“

Der Commerzienrath nickte durch die Tasse Kaffee durch, die er gerade an den Lippen hielt.

„Aber wir haben nur einen einzigen im Hause, der allerdings immer da oben liegt und den ich gestern ganz vergessen hatte.“

„Wollen Sie mir meine fünf Sinne und die schlaflose Nacht abstreiten?“ rief der Reisende.

„Ach du mein Himmel!“ rief die Mamsell, der jetzt plötzlich ein Licht über das Ganze aufzugehen schien, „da ist die kleine Kröte immer wieder durch das eingeschnittene Loch ins Zimmer gekommen.“

„Was für ein Loch?“ rief der Commerzienrath erschrocken.

„Was der Herr Postmeister hat oben in die Wand schneiden lassen, damit das kleine Thier die Stube nicht verunreinigen soll, wenn die Thür verschlossen wäre.“

„Und Sie haben nur einen Hund?“

„Nur einen einzigen in der Welt.“