Da hob Toanonga den Arm empor, und während die Insulaner augenblicklich schwiegen, fühlten selbst die Seeleute, daß sie den alten Häuptling, in dessen Gewalt sie sich doch nun einmal befanden, nicht ärgerlich machen durften.

„Hast du deinen Freunden gesagt, was ich dir mitgetheilt?“ fragte der Alte – „und weshalb lachen sie?“

„Sie freuen sich, daß du so gnädig mit ihnen verfahren willst,“ erwiderte Mac Kringo, rasch gefaßt. „Es gefällt ihnen hier auf der Insel, und sie wollen gern bei euch bleiben. Die Hauptsache freilich, daß du uns jetzt die Frauen zeigest, die wir nehmen sollen, damit wir unsere Wahl treffen.“

„Es ist gut – das hat noch Zeit,“ erwiderte der Häuptling. „Vor allen Dingen möchte ich erfahren, wer ihr eigentlich selber seid.“

„Wir?“ sagte Mac Kringo erstaunt – „nun, Seeleute.“

„Ja – das weiß ich,“ erwiderte Toanonga, „denn ihr seid alle auf dem großen Canoe gekommen. Aber ich weiß auch, daß ihr auf euren Canoes verschiedene Beschäftigungen habt. Euer Capitain hat mir erzählt, daß es Unterhäuptlinge darauf gibt, dann aber auch Leute, die das Holz bearbeiten und Boote machen, solche, die große Fässer arbeiten, solche, die Eisen hämmern, solche, die mit Tauen und Segeln umzugehen wissen, und so weiter; Was seid ihr also? Was bist du gewesen?“

„Ich?“ erwiderte Mac Kringo, der recht gut einsah, daß er sich hier in den Augen der Eingeborenen, ohne daß seine Kameraden das Geringste davon zu erfahren brauchten, einen höheren Rang und dadurch mehr Ansehen geben konnte. „Ich war ein Unterhäuptling.“

„Das habe ich mir gedacht,“ sagte Toanonga, „und die Anderen?“

„Hm,“ brummte der Schotte, „das mögen sie dir lieber selber sagen,“ und sich dann zu den Kameraden wendend, übersetzte er ihnen rasch, daß der Alte ihren Stand am Bord zu wissen wünsche.

„Nun, ich bin Böttcher!“ rief Spund.