„Da kannst du auch noch lachen?“ setzte er dann hinzu, „aber es ist wahrhaftig ein Scandal, einem ehrlichen Christenmenschen eine solche dunkelbraune Ehehälfte und ein Nest voll junger Heiden aufzuhängen. Verdammt will ich sein, wenn ich das diesem alten, wackeligen Toanonga nicht gedenke.“

„Hast du nichts von Legs gehört?“ fragte der Schotte.

Jonas lachte.

„Das ist das Einzige, was mich noch tröstet,“ schmunzelte er mit einem breiten Grinsen über das Gesicht: „der großmäulige kleine Bursche ist noch schlimmer [angekommen als] wir.“

„Und wie verträgt er sich mit seinen Frauen? Er muß ja doch in deiner Nähe wohnen?“

„Ja wohl, unsere beiden Häuser stehen kaum fünfhundert Schritt aus einander,“ lachte Jonas, „und ich habe in der ersten Zeit immer ganz genau hören können, wenn er sich mit seiner Familie unterhielt.“

„Und jetzt nicht mehr?“

„Jetzt haben sie ihn unter. Die ersten Wochen prügelte er seine Frauen abwechselnd, und, wie ich glaube, nach jeder Mahlzeit, wahrscheinlich um sich etwas Bewegung zu machen. Das bekamen sie aber bald satt, und nahmen sich Hülfstruppen ins Haus. Ein ganzer Schwarm Vettern und Basen, und was weiß ich, wer sonst noch! quartierte sich bei ihm ein und zehrte von ihm, und als er die eines schönen Morgens hinauswerfen wollte, fielen sie über ihn her und prügelten ihn, von den beiden Frauen redlich dabei unterstützt, windelweich. Ich hörte den Lärm und lief hinüber; da man sich aber nicht in fremde Familienstreitigkeiten mischen soll, störte ich sie auch nicht in ihrem Vergnügen und ging wieder zu Hause. – Was macht denn Lemon?“

„Lemon,“ sagte der Schotte, „kommt aus dem grimmigsten Ärger gar nicht heraus, aber nur deshalb, weil es ihm so gut geht, und er gar nicht weiß, worüber er vernünftiger Weise schimpfen könnte. Er hat mir noch heute Morgens versichert: er wollte lieber auf dem schmierigsten Wallfischfänger Tag und Nacht Thran auskochen, ehe er noch acht Tage auf der Insel bliebe.“

„Und wenn wir heute wieder an Bord säßen, wäre er der Erste, der sich fortwünschte. Weißt du nichts von Pfeife?“