»Ich? – mir fehlt nichts,« erwiderte der Hutkeeper, der um Alles in der Welt den Buschrähndscher nicht mochte merken lassen, was in ihm vorging.
»Ich will Euch was sagen, Mate,« bemerkte dieser nach einer kleinen Weile, in der er ihn scharf und mißtrauisch beobachtet hatte, »ein kurzer Spaziergang wird Euch gut thun. Wie wär's, wenn Ihr mich ein Stück begleitetet, nur bis dorthin, wo das Essen liegt?«
»Ich kann die Hütte nicht verlassen,« rief der junge Bursch, unwillkürlich drehte er sich aber nach dem Buschrähndscher um – hatte dieser Verdacht geschöpft?
John Mulligan fing den Blick auf und fühlte im Nu, daß hier nicht Alles in Ordnung sei. Gewohnt aber, jeder Gefahr kaltblütig zu begegnen, und neu gestärkt von der tüchtigen Mahlzeit, die er gehalten, ließ er sich nichts merken, sondern sagte nur gleichgültig:
»Ich weiß jetzt wahrhaftig gar nicht mehr, welchen Platz ich Euch für die Provisionen bestimmt hatte. Zeigt mir nur die Stelle; die Verantwortlichkeit, Euere Hütte verlassen zu haben, nehm' ich auf mich.«
»Ihr habt gut auf Euch nehmen,« brummte Jim.
»Weshalb ist es Euch denn auf einmal so fatal, mit mir zu gehen, he?« frug da der Buschrähndscher, ihn scharf fixirend.
»Fatal? – gar nicht,« sagte Jim, anscheinend gleichgültig, denn er durfte den Menschen nicht mißtrauisch machen. »Meinetwegen, wenn Euch ein Gefalle damit geschieht. Aber dann kommt auch, daß ich bald wieder zurück sein kann.«
»Erwartet Ihr Besuch?«
»Ja, den Schäfer und seinen Hund,« brummte Jim, »das ist der ganze blutige Besuch, den man hier in der Wildniß erwarten kann.« Und mit den Worten seinen alten Strohhut aufgreifend, schritt er der Thür zu, den Buschrähndscher, wie er es verlangte, zu begleiten.