»Ob sie geladen sind,« erwiderte der Squatter, emsig mit dem vor ihm liegenden Braten beschäftigt, »und ich will verdammt sein, wenn ich nicht guten Gebrauch davon zu machen gedenke. – Haben Sie gar keine Waffen bei sich?« –
»Ich? ei gewiß,« rief Bush. – »Ich theile keineswegs die Ansicht der Herren, die sich den Strauchdieben gutwillig überlassen mögen. Manchmal ja, mag man es mit einem gutmüthigen Exemplar zu thun bekommen. Es bleibt aber stets ein fatales Gefühl, sich der Gnade und Ungnade solcher Burschen zu überlassen. So lange ich mich noch meiner Haut wehren kann, seh' ich nicht ein, weßhalb ich den Versuch nicht wenigstens machen sollte.«
»Dann sind Sie mein Mann!« rief der Squatter, ihn augenscheinlich beruhigt auf die Schulter klopfend. – »Und Ihr da drüben, Freund,« wandte er sich an den schweigsamen Passagier, der an dem untern Ende der Tafel keinen Blick von seinem Teller verwandt, und keine Silbe gesprochen hatte – »wie steht es mit Euch?«
Der Angeredete sah, ohne den Kopf zu heben, einen Moment nur durch seine buschigen Augenbrauen nach dem Sprecher hinüber, und schien erst keine Antwort auf die an ihn gerichtete Frage geben zu wollen.
»Wer – ich?« sagte er endlich, als der Squatter noch immer schwieg und seinen Blick nicht von ihm nahm.
»Ja, Ihr, Mate, seid Ihr bewaffnet?«
»Nein,« brummte der Mann, sich neuen Fleischvorrath auf seinen Teller häufend – »wozu?«
»Wozu? wollt Ihr Euch von den Buschläufern wehrlos mißhandeln lassen?«
Der Angeredete ließ seinen Blick von dem Sprecher langsam und fast wie höhnisch auf dessen Nachbar, Mr. Bush gleiten und sagte dann plötzlich, indem er gleichgültig wieder seine Mahlzeit fortsetzte:
»Wollen's abwarten, Mate!«